Drasenhofen (Bezirk Mistelbach)." fetchpriority="high" /> Ein Raubüberfall im tschechischen Breclav hat am Freitagabend, dem 11. September, eine grenzüberschreitende Fahndung ausgelöst. Gegen 18.45 Uhr sollen zwei maskierte Täter ein Geschäftslokal in der Stadt überfallen haben. Danach flüchteten sie laut ersten Hinweisen mit einem weißen Auto mit Wiener Kennzeichen.
Die tschechische Polizei alarmierte kurz darauf das Polizeikooperationszentrum Drasenhofen (Bezirk Mistelbach). Wenig später entdeckten Polizisten das gesuchte Fahrzeug auf der B47. Im Bereich der Auffahrt Großkrut auf die A5 wurde der Wagen schließlich gestoppt.
Im Auto saßen vier österreichische Staatsbürger aus Wien: eine 20-jährige Lenkerin, eine ebenfalls 20-jährige Beifahrerin sowie ein 13- und ein 14-Jähriger auf der Rückbank.
Bei der Kontrolle machten die Beamten einen brisanten Fund. Im Fahrzeug wurden mehrere Sturmmasken, eine Schreckschusspistole sowie Bargeld in tschechischen Kronen und Euro sichergestellt. Insgesamt handelte es sich um einen vierstelligen Betrag. Laut Polizei entsprach die Summe der Beute aus dem Überfall.
Die weiteren Ermittlungen übernahm die niederösterreichische Kriminalpolizei. Die beiden 20-jährigen Frauen zeigten sich bei ihren Einvernahmen teilweise geständig. Eine soll als Fluchtfahrerin, die andere als Aufpasserin fungiert haben. Sie werden nach Abschluss der Ermittlungen bei der Staatsanwaltschaft Wien angezeigt.
Für die beiden Burschen hat der Fall eine Besonderheit: Nach tschechischem Recht sind der 13- und der 14-Jährige noch nicht strafmündig. Die Strafmündigkeit beginnt dort erst mit 15 Jahren.