Mädchen verprügeln 13-Jährige

"Wenn Du nicht dreimal 'Wuff' sagst, gibt es Schläge!"

Eine 13-Jährige wurde in Oberösterreich von zwei Mädchen geschlagen und verletzt. Ein Bursche filmte die Attacke, später landeten Aufnahmen im Netz.
André Wilding
16.09.2026, 07:00
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Unter dem Vorwand, gemeinsam schwimmen zu gehen, soll eine 13-Jährige in Oberösterreich an die Traun gelockt worden sein. Dort warteten laut "Kronen Zeitung" fünf minderjährige Burschen und zwei Mädchen. Was danach passierte, wurde mit einem Handy gefilmt.

Ein Bursche richtete die Kamera auf die 13-Jährige. Zwei Mädchen im Alter von elf und zwölf Jahren sollen sie anschließend dazu gezwungen haben, auf die Knie zu gehen und ihre Hände nach oben zu halten. Dann folgte eine Drohung: "Wenn Du nicht dreimal ,Wuff’ sagst, gibt es Schläge!"

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Mädchen wird geschlagen und verletzt

Noch bevor die 13-Jährige reagieren konnte, soll die Zwölfjährige ihr eine Ohrfeige gegeben haben. Kurz darauf soll auch die Elfjährige zugeschlagen haben. Anschließend bekam das Opfer laut "Krone" einen Kniestoß gegen den Kopf und sackte zusammen.

Später tauchten Aufnahmen der Attacke in sozialen Medien auf. Für die Mutter des Opfers besonders belastend: Einige der Beteiligten waren ihrer Tochter bekannt.

"Sie haben die Postings nicht einmal anonym gemacht. Manche der Täter kennen meine Tochter", erzählt sie gegenüber der "Kronen Zeitung".

Mutter konnte nicht schlafen

Die Folgen der Attacke waren nach Angaben der Mutter sowohl körperlich als auch seelisch deutlich zu spüren.

"Ich konnte nächtelang nicht schlafen, hatte die ganze Zeit die schrecklichen Bilder vor Augen. Auch meine zweite, siebenjährige Tochter hat alles miterleben müssen", wird die Frau in der Tageszeitung zitiert.

Bist du von Gewalt betroffen? Hier findest du Hilfe

Frauenhelpline (rund um die Uhr, kostenlos): 0800 222 555

Männernotruf (rund um die Uhr, kostenlos): 0800 246 247

Rat auf Draht: 147

Autonome Frauenhäuser: 01/ 544 08 20

Polizei-Notruf: 133

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Das Gesicht der 13-Jährigen sei mehrere Tage geschwollen gewesen. Im Krankenhaus wurden laut den vorliegenden Informationen schwere Rippenprellungen und ein angeknackster Daumen festgestellt.

Verfahren wurde eingestellt

Die Mutter erstattete Anzeige, zeigte sich danach allerdings enttäuscht: "Schockiert war ich bei der Erstattung der Anzeige. Auf dem Posten wurde mir mitgeteilt, dass die Polizei nichts machen kann", sagt die Frau der "Krone".

Drei Wochen nach dem Vorfall erhielt sie die Nachricht, dass das Ermittlungsverfahren eingestellt worden war. Als Grund wurde ihr mitgeteilt: "Die Tat erfolgte vor Vollendung des 14. Lebensjahres. Die Beschuldigten waren noch unmündig und sind nicht strafrechtlich belangbar".

Auch gegen die beteiligten Burschen gab es laut den vorliegenden Informationen keine Strafe. "Sie stritten alles ab."

Die jüngere der beiden mutmaßlichen Angreiferinnen meldete sich später über WhatsApp bei der 13-Jährigen. "Sie bat um ein Treffen, um sich zu entschuldigen. Meine Tochter hat der Sache nicht getraut, ist nicht hingegangen", erzählt die Mutter der "Krone".

wil,16.09.2026, 07:00