ÖVP attackiert SPÖ

"Irrsinn" – Wildwuchs an Wettbüros sorgt für Wirbel

Immer mehr Wettbüros sperren in Linz auf, der Wirbel darum nimmt kein Ende. Jetzt kommt scharfe Kritik von der ÖVP – und ein Appell an den Stadtchef.
Oberösterreich Heute
16.09.2026, 04:00
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Der zuständige Stadtrat Thomas Gegenhuber (SPÖ) hat zuletzt auf eine "positive Entwicklung" hingewiesen hat: Laut einer Statistik des Magistrats hat sich die Anzahl der Standorte mit Wettterminals von 111 (Stand: Juni 2021) auf zuletzt 89 (Stand: Juni 2026) reduziert.

Der Politiker pochte gleichzeitig auf eine rechtliche Möglichkeit, bei der Bewilligung mitzureden. "Die Stadt kennt die lokalen Gegebenheiten am besten." Die Landesregierung sei gefordert, das Gesetz entsprechend anzupassen. Zuletzt wurden auf der südlichen Landstraße und auf der Hauptstraße im Stadtteil Urfahr Wettlokale eröffnet.

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Runder Tisch

Angesichts der Problematik lud jetzt der zuständige Landesrat Martin Winkler (SPÖ) zu einem Runden Tisch. "Dort, wo es Probleme gibt, müssen wir gemeinsam hinschauen und Lösungen im Dialog entwickeln", erklärte er im Anschluss. Winkler kündigt schriftliche Stellungnahmen der teilnehmenden Organisationen an, die man an den Bund übermitteln werde.

Ein Ergebnis des Treffens: Die OÖ-Wirtschaftskammer werde das Gespräch mit den betroffenen Mitgliedsbetrieben suchen und gemeinsam mit ihnen ausloten, welche Verbesserungen vor Ort möglich sind, so Winkler. "Damit soll insbesondere dort angesetzt werden, wo sich aus Sicht der Stadt konkrete Herausforderungen im Umfeld von Wettlokalen zeigen."

Der Linzer VP-Chef Martin Hajart spricht von "Irrsinn" und einer "Farce" und spart nicht mit Kritik: Nachdem die städtische SPÖ die Verantwortung zuletzt in Richtung Land geschoben habe, verweise Winkler nun auf den Bund. "Konkrete Maßnahmen bleiben damit erneut aus", ärgert sich Hajart.

"Besonders unverständlich" ist für ihn, dass der rote Bürgermeister Dietmar Prammer weiterhin abwarte. Eine Stellungnahme des Landes zeige seit Wochen, dass der Magistrat im Rahmen seiner raumordnungsrechtlichen Möglichkeiten selbst tätig werden könne. "Die Stadt ist nicht machtlos." Die Volkspartei will die Thematik im kommenden Gemeinderat behandeln.

red,16.09.2026, 04:00