Einbürgerungen gestiegen

13.700 neue Österreicher – woher die meisten kommen

13.700 Menschen erhielten in diesem Jahr bisher den begehrten rot-weiß-roten Pass. Die meisten von ihnen stammen aus Syrien.
Newsdesk Heute
12.08.2026, 14:22
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Im Vergleich zum 1. Halbjahr 2025 sind die Einbürgerungen in Österreich 2026 um 17 Prozent angestiegen. Seit Jahresbeginn erhielten 13.700 Personen den österreichischen Pass, meldete die Statistik Austria am Mittwoch.

Mit 55 Prozent gab es den höchsten Zuwachs bei den Einbürgerungen von Ehepartner bzw. Ehepartnerinnen und Kindern. Der fachstatistischen Generaldirektorin von Statistik Austria, Manuela Lenk zufolge wurden die meisten Neo-Österreicher aufgrund ihres langjährigen Wohnsitzes im Bundesgebiet, nachgewiesenen Deutschkenntnissen und nachhaltiger Integration eingebürgert.

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Das sind die Top 5

Doch aus welchen Ländern kommen die neuen Österreicher? Ganze 9.750 von ihnen leben auch hier. Laut den Daten der Statistik Austria führen hier die Syrer das Ranking an (2.319 Personen). Dahinter folgen Türken (1.058), Afghanen (968), Iraner (433) sowie Personen aus Bosnien und Herzegowina (407).

Nahezu die Hälfte der 2026 bisher eingebürgerten Personen waren Frauen (49 Prozent). Knapp ein Drittel waren unter 18 Jahre alt (32 Prozent), über ein Fünftel (22 Prozent) wurden auch in Österreich geboren.

Bundesländer im Vergleich

Interessant wird es, wenn man sich die Bundesländer ansieht. Eines davon stellt sich hier gegen den Trend der gestiegenen Einbürgerungen. Nur in Oberösterreich erhielten im Vergleich zum Vorjahr weniger Menschen den rot-weiß-roten Pass (minus 16 Prozent). Die höchste relative Zunahme hatte Kärnten zu verbuchen (plus 93 Prozent). Dahinter folgten Wien (60 Prozent), Niederösterreich (45 Prozent) und Vorarlberg (36 Prozent).

In absoluten Zahlen gesehen gab es in Wien 3.333 Einbürgerungen, in Niederösterreich 1.871, in der Steiermark 1.193, in Oberösterreich 1.028, in Tirol 725, in Vorarlberg 648, in Kärnten 418, in Salzburg 353 und im Burgenland 181.

Pässe für NS-Verfolgte

Von Jänner bis Juni 2026 erhielten auch vier politisch Verfolgte des Nationalsozialismus und 3.923 Nachkommen der NS-Opfer den österreichischen Pass. Von ihnen leben jedoch alle bis auf zwölf im Ausland. Hier gingen die Einbürgerungen im Vergleich zum 1. Halbjahr 2025 um zehn Prozent zurück. Im Falle dieser Gruppe kamen die meisten Neo-Österreicher aus Israel (1.880 Personen), gefolgt von den USA (1.233) und Großbritannien (425).

Weitere Einbürgerungen gab es aufgrund einer Eheschließung mit einem österreichischen Staatsbürger, aufgrund eines langjährigen Wohnsitzes im Bundesgebiet und wegen außerordentlicher Leistungen im Staatsinteresse.

{title && {title} } red, {title && {title} } 12.08.2026, 14:22