15 Österreicher sitzen noch in Afghanistan fest

Die Taliban marschieren in Kabul ein, Tausende versuchen nun verzweifelt die afghanische Hauptstadt zu verlassen. Mittendrin 15 Österreicher.

Angst, Panik, Chaos und Verzweiflung – so lässt sich aktuell die Situation in Kabul am besten beschreiben. Auf dem internationalen Flughafen drängen sich tausende Bewohner der Hauptstadt Afghanistans, um noch irgendwie einen Platz in einem der letzten abhebenden Flugzeuge zu erhaschen. Manche sind so verzweifelt, dass sie sich beim Start außen an die Maschine klammern und dann in den Tod stürzen. Internationale Botschaften werden ebenso evakuiert wie ausländische Staatsangehörige – darunter auch 15 Österreicher.

Am Sonntag noch wusste das Außenministerium aufgrund einer Reiseregistrierung nur von einer einzigen Österreicherin in der Krisenregion. Diese konnte bereits außer Landes gebracht werden und ist sogar mittlerweile sicher in der Heimat angekommen. 

Evakuierungsflüge

Doch seither haben sich noch rund weitere 15 Staatsangehörige bei der österreichischen Botschaft im 350 Kilometer entfernten Islamabad (Pakistan) – sie vertritt auch die Austro-Interessen in Afghanistan – sowie dem Außenministerium in Wien gemeldet. Das berichtet die "Kleine Zeitung" am Montagnachmittag.

Sie sicher aus Afghanistan herauszubekommen, ist nicht leicht. Die österreichischen Behörden haben bereits Kontakt zu europäischen Partnern aufgenommen, die derzeit Evakuierungsflüge für ihre Staatsbürger in Kabul durchführen. Auf diesen soll irgendwo noch Platz für die Österreicher gefunden werden.

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