Die Linzer LASK-Fans im Ausnahmezustand. Tage vor dem großen Cup-Finale haben Fans ihre Stadt in eine schwarz-weiße Kulisse verwandelt. Überall hängen Plakate, Banner und Aufrufe: Alle sollen nach Klagenfurt fahren, alle sollen dabei sein, wenn Geschichte geschrieben wird.
Ein besonderes Zeichen setzten die Anhänger am Linzer Ars Electronica Center. Dort prangte gut sichtbar ein riesiges Spruchband mit der klaren Botschaft: "Alle Laskla, gemeinsam zum Titel!".
Die Mobilisierung ist gewaltig: Mehr als 100 Busse machen sich am Freitag auf den Weg an den Wörthersee. Insgesamt werden rund 15.000 Fans im Stadion erwartet. Für viele ist klar: Dieses Finale ist mehr als nur ein Spiel - es ist ein Pflichttermin.
Wie groß die Leidenschaft ist, zeigt auch eine besondere Aktion: Eine Oberösterreicherin macht sich sogar zu Fuß auf den Weg nach Klagenfurt. Wie der LASK auf Facebook mitteilte, ist Roswitha aus Hofkirchen bereits am Sonntag in der Halbzeitpause des Spiels in Hartberg losgegangen. Unter dem Motto "Ois gehen für'n ASK" pilgert sie quer durchs Land und will rechtzeitig zum Finale ankommen.
Auch in den Straßen, Lokalen und sozialen Netzwerken dreht sich derzeit alles um das Endspiel. Die Vorfreude ist riesig, die Hoffnung auf den ersten Cupsieg seit 1965 lebt wie lange nicht.
Sportlich geht der LASK mit breiter Brust ins Finale. Seit fünf Spielen sind die Linzer ungeschlagen, zuletzt gab es starke Auftritte in der Liga. Angreifer Sasa Kalajdzic zeigt sich treffsicher, die Mannschaft wirkt eingespielt und hungrig.
Doch gewarnt wird trotzdem: Gegner Altach hat auf dem Weg ins Finale unter anderem Salzburg und Sturm ausgeschaltet. "Wir dürfen sie auf keinen Fall unterschätzen", heißt es aus dem Team.