Mehr als zwei Jahrzehnte nach dem tödlichen Gas-Unfall im Klagenfurter Stadtteil Annabichl ist ein jahrelanger Rechtsstreit überraschend beendet – zumindest vorerst.
Am 26. Juli 2001 starben zwei Arbeiter (37 und 33), nachdem sie einen Sickerschacht betreten hatten, in dem sich giftige Gase aus einer stillgelegten Mülldeponie angesammelt hatten.
Die Stadt Klagenfurt wurde ursprünglich vom Landesgericht Klagenfurt im Juni 2025 zu Schadenersatzzahlungen von rund 425.000 Euro an AUVA, ÖGK und PVA verurteilt. Doch die Stadt legte Berufung beim Oberlandesgericht Graz ein – und bekam im Februar 2026 in allen Punkten Recht.
Das OLG stellte klar: Weder die Stadt noch ihre Mitarbeiter hätten Fehler begangen, die das Unglück verursacht hätten. "Wenngleich es sich um ein tragisches Unglück handelt, ist klar, dass die zuständigen Beamten und Organe der Stadt nicht haftbar gemacht werden können", sagt Anwalt Simon Ogris laut der "Kleinen Zeitung".
Der Unfall hatte seinen Ursprung in der Missachtung vorgeschriebener Sicherheitsmaßnahmen vor Ort. Gasmessungen und Schutzkleidung wurden nicht verwendet, sodass die Verantwortung letztlich bei den Verantwortlichen vor Ort lag.
Ob der Rechtsstreit endgültig beendet ist, hängt nun von einer möglichen Revision durch die Kläger ab. Finanzielle Entlastung für die Stadt ist aber bereits spürbar: Die Prozesskosten von rund 300.000 Euro müssen nicht getragen werden.