2:2! Sturm kam am Sonntag in der zehnten Runde der Bundesliga nicht über ein Remis gegen ersatzgeschwächte Rieder hinaus. Aufgrund einer frühen Roten Karte und dem Last-Minute-Ausgleich mussten die Blackys mit dem Punkt aber sogar zufrieden sein.
Ex-Rieder Belmin Beganovic kam als "Joker" ins Spiel, rettete Sturm mit dem Ausgleich in der 93. Minute.
Damit verhinderte der 22-Jährige, dass Sturm im direkten Duell den vierten Tabellenplatz an die Oberösterreicher verliert und hielt sein Team zumindest noch in Schlagdistanz zu Leader Rapid, das mittlerweile neun Punkte Vorsprung hat.
Dabei hatte zunächst alles nach einem komfortablen Heimerfolg ausgesehen. Simon Seidl (31.) hatte die Hausherren nach dominanter Anfangsphase folgerichtig in Führung geschossen. Ried, denen mehrere Stützen angeschlagen fehlten, hatte kaum Spielanteile.
Dann kippte die Partie vor der Pause. Arjan Malic ließ sich zu einer völlig unnötigen Tätlichkeit hinreißen, flog für einen Ellbogenhieb während eines Einwurfes im Mittelfeld mit Glattrot vom Platz – der Ausschluss erfolgte erst nach VAR-Intervention (45+2.).
Nur drei Minuten später folgte der nächste Schock für Sturm: Philipp Pomer verwertete einen Elfmeter, Jaco Peter Hödl hatte den Strafstoß durch ein Handspiel verursacht (45+5.).
In Überzahl gelang den Gästen in Person des neuen, schwedischen Goalgetters Isaac Thelin (55.) tatsächlich die Wende. Der vermeintliche Sieg wurde den "Wikinger" dann ausgerechnet von Ex-Spieler Beganovic entrissen.