Unglaublicher Alltag

Bayern-Trainer Kompany "sieht seine Kinder sehr wenig"

Nach dem Zusammenbruch von Bayern-Trainer Vincent Kompany rückt dessen extremer Arbeitsalltag in den Fokus. Sein Vater verriet Details.
25.10.2026, 16:23
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Vincent Kompany verlangt von seinen Spielern alles – von sich selbst offenbar noch mehr. Bis zu 18 Stunden täglich verbringt der Bayern-Trainer im Trainingszentrum, Pausen sind selten. Nun musste der Belgier seinem Körper Tribut zollen. Am Freitag brach Kompany an der Säbener Straße zusammen und wurde ins Spital eingeliefert.

Wie außergewöhnlich hoch die Arbeitsbelastung des 40-Jährigen ist, hatte sein Vater Pierre bereits im April 2025 in einem Interview mit der deutschen "Bild" offengelegt. Seine Schilderungen bekommen nach den jüngsten Ereignissen eine neue Bedeutung.

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"Arbeitet 18 Stunden am Tag"

"Er war als Spieler schon diszipliniert, aber jetzt als Trainer ist er noch härter. Er hat einen Tagesablauf, der kaum eine Pause zulässt", erklärte Pierre Kompany und führte dann weiter aus: "Morgens früh ist er bereits im Trainingszentrum, abends verlässt er es als Letzter. Er arbeitet meist 18 Stunden am Tag, seine Kinder sieht er an normalen Tagen sehr wenig."

Der Bayern-Coach gilt als akribischer Arbeiter, der bei der Vorbereitung seiner Mannschaft nichts dem Zufall überlassen will. Sein enormer Ehrgeiz begleitet ihn schon seit seiner aktiven Karriere. Ob die extreme Arbeitsbelastung zu seinem Zusammenbruch beigetragen hat, ist allerdings unklar. Kompanys Zustand soll stabil sein, weitere medizinische Untersuchungen sollen die Ursache klären.

Mutter prägte seine Einstellung

Woher Kompany seinen außergewöhnlichen Ehrgeiz hat, erklärte sein Vater ebenfalls. Eine entscheidende Rolle spielte dabei seine Mutter Jocelyne, die 2007 verstarb. "Ihre mittlerweile verstorbene Mutter war sehr wichtig. Sie sagte ihnen ab dem Zeitpunkt, wo sie sprechen konnten, ganz klar: 'Ihr müsst sehr viel härter arbeiten als andere, um erfolgreich zu sein."

Als schwarze Familie in Belgien wollten die Eltern ihre Kinder früh auf mögliche Widerstände und Benachteiligungen vorbereiten.  "Wir haben unseren Kindern beigebracht: Reagiere nicht mit Wut, sondern mit Leistung", erzählte Pierre Kompany.

Kompany ignorierte Warnsignale

Schon beim 6:1-Erfolg gegen RB Leipzig hatte der Belgier mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. Zwischenzeitlich musste er sich im Trainerraum hinlegen. Das anschließende Training und die Pressekonferenz ließ er aus.

Dennoch kehrte Kompany rasch zurück. Beim 2:2 gegen Arsenal am Mittwoch stand er bereits wieder an der Seitenlinie. Dabei räumte der 40-Jährige selbst ein, nicht ausreichend auf seinen Körper gehört zu haben.

"Als Trainer will man immer alles tun und alles machen. Ich habe einen ziemlich saftigen Virus bekommen letzte Woche, habe dann natürlich nicht auf meinen Körper gehört", gestand der Bayern-Trainer. Zwei Tage später folgte der Zusammenbruch.

red, Akt. 25.10.2026, 16:28, 25.10.2026, 16:23