Über Hundert Anklagepunkte

2.430 Jahre Haft! Anklage gegen Erdogan-Rivalen

Gegen den inhaftierten Istanbuler Bürgermeister Ekrem Imamoglu wurde am Dienstag Anklage erhoben. Ihm drohen Hunderte Jahre Haft.
Newsdesk Heute
11.11.2025, 14:24
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Die Staatsanwaltschaft in der Türkei hat Anklage gegen den inhaftierten Istanbuler Bürgermeister Ekrem Imamoglu erhoben. Dem Rivalen von Präsident Recep Tayyip Erdogan werden 142 Anklagepunkte zur Last gelegt, wie aus der am Dienstag veröffentlichten Anklageschrift hervorgeht.

Unter anderem werden Imamoglu die Leitung einer kriminellen Vereinigung, Erpressung und verschiedene Korruptionsdelikte wie Bestechlichkeit, Veruntreuung, Geldwäsche und Ausschreibungsbetrug vorgeworfen.

2.430 Jahre Haft drohen

Im Falle einer Verurteilung drohen Imamoglu Hunderte Jahre Haft. Wie die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu berichtete, will die Staatsanwaltschaft eine Haftstrafe fordern, die sich auf bis zu 2.430 Jahre summieren könnte.

Der beliebte Oppositionspolitiker von der linksnationalistischen CHP ist der wichtigste innenpolitische Rivale von Erdogan. Seine Verhaftung im März hatte in der Türkei Massenproteste ausgelöst. Sie wird als Versuch der Regierung gesehen, Imamoglu an einer Kandidatur bei der nächsten Präsidentschaftswahl zu hindern.

Die CHP war als klare Siegerin aus den Kommunalwahlen im vergangenen Jahr hervorgegangen und steht seitdem landesweit unter massivem Druck der Justizbehörden. Die türkische Justiz hat neben Imamoglu noch Dutzende weitere CHP-Mitglieder festnehmen lassen und zahlreiche Ermittlungsverfahren wegen angeblicher Korruption eingeleitet.

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