Rund 130.000 Euro Lohn und mehr Ferien- als Arbeitstage pro Jahr: Was für die meisten nach einem absoluten Traumjob klingt, ist es auch – wenn man keine Probleme damit hat, wochenlang nur die gleichen Gesichter zu sehen und auf einer im Vergleich zu den Weiten des Meeres winzigen Plattform auf offener See auszuharren. Mit diesen Benefits suchen Betreiber von Ölplattformen nach Personal. Eine, die sich davon überzeugen ließ, ist die 29-jährige Amalie.
Auf Tiktok und Instagram gibt sie ihren total über 160.000 Followern regelmäßig Einblick in ihren ungewöhnlichen Alltag. Als Gebietsleiterin auf einer Ölplattform ist die Norwegerin dafür zuständig, dass alle technischen Abläufe in ihrem Bereich sicher und reibungslos funktionieren. Jeweils zwei Wochen am Stück arbeitet sie auf der Plattform, entweder in der Morgen- oder Nachtschicht. "Wir arbeiten immer im Vier-Augen-Prinzip" – schließlich kann der kleinste Fehler katastrophale Folgen haben, wie der Fall von Deepwater Horizon 2010 zeigte.
Nach getaner Arbeit bietet die Plattform vor der norwegischen Küste laut Amalie aber durchaus Möglichkeiten für den Freizeitvertreib: So gebe es einen Fitnessraum, einen Golfsimulator und eine Freizeitlounge, wo die Crew verweilen kann. Mit dem Leben auf dem Festland sei die Plattform aber trotzdem keineswegs vergleichbar: "Man muss bereit sein, Opfer zu bringen – dann wird man mit einem außergewöhnlichen Leben belohnt", so die 29-Jährige in einem ihrer Videos.
Wie "Focus online" berichtet, verdienen Offshore-Techniker ohne Zulagen etwa 63.000 Euro jährlich, Spezialisten mit der entsprechenden Erfahrung sogar zwischen 100.000 und 145.000 Euro– dazu zählt auch Amalie. In Deutschland liegen die Löhne laut der Jobplattform Stepstone deutlich tiefer: Zwischen 38.000 und 54.000 Euro verdienen Ölplattform-Arbeiter dort umgerechnet etwa.