Was für ein Abenteuer: Rund 2.800 Kilometer will Simon Wolf aus Vorarlberg mit dem Kajak auf der Donau zurücklegen. Sein Ziel ist das Schwarze Meer. Jetzt machte der 24-Jährige einen Zwischenstopp in Krems.
Am Kremser Yachthafen wurde Wolf sogar persönlich von Bürgermeister Peter Molnar (SP) begrüßt. Hinter dem jungen Abenteurer liegen bereits zahlreiche anstrengende Kilometer und einige ungeplante Hindernisse.
Gestartet ist Wolf in Deutschland. Rund 30 Kilometer will der selbstständige Marketingfachmann aus Bludesch (Bezirk Bludenz, Vorarlberg) pro Tag schaffen. Für die gesamte Reise hatte er ursprünglich etwa zwei Monate eingeplant. Doch schon zu Beginn kam einiges anders.
Niedrigwasser, Gegenwind und zahlreiche Staustufen entlang der Donau bremsen den Vorarlberger immer wieder aus. Die ersten rund 100 Kilometer seiner geplanten Strecke musste Wolf wegen des niedrigen Wasserstands sogar auslassen.
Für die lange Tour hat Wolf sein Kajak entsprechend ausgerüstet. Neben Kleidung und Gepäck ist sogar sein Laptop mit an Bord. Seine technischen Geräte lädt er bei Zwischenstopps auf Campingplätzen auf.
Besonders mühsam sind die Staustufen. Dort muss Wolf sein Kajak immer wieder aus dem Wasser holen und über Land weitertransportieren. Auch dort, wo die Strömung fehlt oder kräftiger Gegenwind bläst, wird jeder Kilometer zur Kraftprobe.
Für Wolf geht es bei dem Abenteuer aber um weit mehr als nur die Strecke. Er will sich selbst herausfordern, neue Ziele setzen und herausfinden, was aus eigener Kraft möglich ist.
Bürgermeister Molnar zeigte sich beeindruckt. "Wer sich auf eine solche Reise einlässt, braucht Ausdauer, Mut und eine gehörige Portion Abenteuerlust", erklärte er bei dem Treffen. Für die weitere Fahrt wünschte er Wolf gutes Wetter, günstige Strömung und eine sichere Ankunft am Schwarzen Meer.