Neue Details enthüllt

3 Schüsse in Kopf – Lehrer kaufte Pistole im Frühling

Nach dem Femizid in einer Schule in Taufkirchen rückt nun die Frage in den Fokus, wie der Täter an Pistole und Dolch gekommen ist.
Oberösterreich Heute
17.06.2026, 19:58
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Nach dem tödlichen Angriff auf eine 28-jährige Lehrerin in der Mittelschule Taufkirchen an der Pram beschäftigen die Ermittler nicht nur die Motive des Täters. Auch seine Bewaffnung wirft Fragen auf.

Wie nun bekannt wurde, besaß der 29-jährige Lehrer die Waffenbesitzkarte erst seit dem heurigen Frühjahr. Mit der legal erworbenen Pistole soll er am vergangenen Freitag zunächst seine Kollegin getötet und sich wenige Stunden später selbst erschossen haben.

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Zuvor soll der Pädagoge die Frau nach Unterrichtsende zu einem Gespräch in die Schulbibliothek gebeten haben. Dort stach er laut Staatsanwaltschaft mehrmals mit einem Dolch auf die 28-Jährige ein. Anschließend feuerte er drei Schüsse in ihren Kopf ab.

Bist du von Gewalt betroffen? Hier findest du Hilfe
Frauenhelpline (rund um die Uhr, kostenlos): 0800 222 555
Männernotruf (rund um die Uhr, kostenlos): 0800 246 247
Rat auf Draht: 147
Autonome Frauenhäuser: 01/ 544 08 20
Polizei-Notruf: 133
Hier weiterlesen: Expertin gibt konkrete Tipps: Kontrolle, Eifersucht - wann der Alarm schrillen sollte >

Warum der Lehrer erst vor wenigen Monaten eine Waffenbesitzkarte beantragte und wann genau er die Tatwaffe kaufte, ist derzeit noch Gegenstand der Ermittlungen. Auch wird geprüft, ob die Tat länger geplant gewesen sein könnte. Die Ermittler sichern dazu digitale Spuren und werten das Umfeld des Mannes aus.

Besonders erschütternd: Nach Angaben von Schuldirektor Hans Peter Rockenschaub gab es nach außen keine Hinweise auf eine derart grausame Tat. Der Lehrer galt als beliebt, engagiert und war seit dem Vorjahr sogar Direktor-Stellvertreter der Schule.

Bekannt war allerdings, dass der 29-Jährige Gefühle für seine Kollegin hatte. Die junge Lehrerin führte inzwischen jedoch eine Beziehung mit einem anderen Mann. Die Staatsanwaltschaft sieht darin das wahrscheinlichste Motiv für die Bluttat.

Nach dem Verbrechen versperrte der Lehrer die Bibliothek und verließ die Schule. Stunden später fuhr er mit seinem Auto nach Freinberg im Bezirk Schärding. Dort schoss er sich während der Fahrt in den Kopf. Das Fahrzeug krachte anschließend gegen einen Baum.

Suizidgedanken? Es gibt Hilfe.

In der Regel berichten wir nicht über Selbsttötungen – außer Suizide erfahren durch die Umstände besondere Aufmerksamkeit.

Wenn du unter Suizidgedanken, Depressionen oder anderen Ausnahmesituationen leidest, bietet die Telefonseelsorge unter der Nummer 142 von 0-24 Uhr kostenlos und anonym schnelle Unterstützung.

Weitere Ansprechstellen für Betroffene:

Kriseninterventionszentrum Wien: 01/40 69 595
Rat auf Draht: 147
Weisser Ring - Verbrechensopferhilfe: 0800 / 112 112

Die Ermittlungen laufen weiter. Im Mittelpunkt stehen die genaue Beschaffung der Waffen, die zeitliche Planung der Tat und die Frage, ob es vor dem Femizid Warnsignale gegeben hat, die von niemandem erkannt wurden.

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