Der Brand sorgte Anfang Februar in Luftenberg (Bezirk Perg) für einen Großeinsatz: Elf Feuerwehren rückten in der Nacht auf den 7. Februar aus, um die Flammen in einer Halle neben dem Feuerwehrhaus in Pürach zu bekämpfen. Nur durch das rasche Eingreifen konnte ein Übergreifen des Feuers auf das Zeughaus verhindert werden.
Schon kurz nach dem Brand schlossen die Ermittler einen technischen Defekt aus. Der Verdacht richtete sich schließlich gegen einen 34-Jährigen - ausgerechnet ein Mitglied der Feuerwehr. Nach anfänglichem Leugnen legte der Mann ein Geständnis ab.
Jetzt wurde laut "OÖN" Anklage gegen den Oberösterreicher erhoben. Laut Staatsanwaltschaft soll er einen Holzstapel und einen darauf gelagerten Teppich angezündet und dadurch die Feuersbrunst ausgelöst haben.
Der Beschuldigte zeigt sich geständig, spricht jedoch von einem Versehen. Seiner Darstellung zufolge sei ihm eine Kerze in den Holzstapel gefallen.
Der entstandene Schaden ist beträchtlich: Laut Staatsanwaltschaft entstand in der Halle ein Schaden von rund 88.000 Euro. Am benachbarten Feuerwehrhaus entstand zusätzlicher Schaden von etwa 16.000 Euro.
Der 34-Jährige ist bisher unbescholten. Sollte es zu einer Verurteilung kommen, drohen ihm wegen Brandstiftung zwischen einem und zehn Jahren Haft.
Von der Feuerwehr wurde der Mann nach seinem Geständnis umgehend ausgeschlossen. Die betroffenen Feuerwehren des Abschnitts wurden in einer Krisensitzung informiert. In einem Schreiben entschuldigte sich der Verdächtige bei seinen Kameraden.