Die USA stehen vor einem eisigen Albtraum: Wintersturm "Fern" bringt diese Woche arktische Kälte, Schneemassen und Stromausfälle. Mehr als 175 Millionen Menschen geraten unter Druck - quer durchs Land.
Der Sturm zieht sich über 3.219 Kilometer - von Texas bis an die Ostküste. Schon jetzt sprechen Wetterdienste von einem der gefährlichsten Wintereinbrüche seit Jahren. Besonders betroffen sind die Staaten Virginia, Maryland, New York - aber auch der Süden rüstet sich für das Schlimmste.
In Texas wurde der Ausnahmezustand ausgerufen. Die Nationalgarde und Straßendienste stehen bereit. Ein Gemisch aus Schnee, Eisregen und Glatteis könnte den Verkehr lahmlegen. In manchen Regionen fehlt sogar das Salz: "Wir haben mehr verbraucht als in vier Jahren", so David Leach von der Straßenbaubehörde des Monroe County (Michigan).
Im Nordosten warnen Meteorologen vor über 30 Zentimetern Neuschnee. In New York fiel die Temperatur mit Windchill bereits auf -17 Grad. Der Wetterdienst spricht von "lähmendem Eis" und Temperaturen bis zu -46 Grad in den nördlichen Plains.
Bis ins Wochenende soll sich die Eiseskälte über zwei Drittel der USA legen - mit Windböen, Eisregen und stundenlangen Schneefällen. Reisen könnten unmöglich werden, Stromausfälle sind wahrscheinlich. Die "Schneezone" reicht über 2.400 Kilometer - und macht Millionen Amerikanern das Leben zur frostigen Hölle.
Klimawandel und eisige Winterstürme
Der Klimawandel kann Winterstürme auf mehreren Wegen verstärken - auch wenn das auf den ersten Blick paradox klingt. Denn: Die Erderwärmung sorgt für mehr Energie im Wettersystem - und das kann auch extreme Winterstürme wahrscheinlicher und intensiver machen. Hier die wichtigsten Zusammenhänge:
In den vergangenen Jahren wurden ländliche Gebiete im Nordosten immer wieder vollständig von der Außenwelt abgeschnitten, da die Schneepflüge Mühe hatten, die Straßen freizuräumen. Tendenz der Sturm-Intensität: steigend.