Das neue Jahr hat in Österreich bereits recht frostig begonnen - und glaubt man den alten Bauernregeln, geht es wohl auch so weiter. Vor allem der 20. Jänner markiert hier einen entscheidenden Punkt: "Fabian und Sebastian, fängt der rechte Winter an", lautet eine alte Wetterweisheit für diesen Tag, an dem der eigentliche Winter beginnen soll.
Der Überlieferung soll es am 20. Jänner zu einem Wetterumschwung kommen und sich noch mehr Frost ankündigen.
In diesem Jahr scheint die alte Weisheit zudem überraschend gut mit moderner Meteorologie übereinzustimmen. Wettermodelle deuten darauf hin, dass sich ab dem 20. Jänner ein stabiles Hoch über Nordeuropa bilden könnte. Dieses Hochdruckgebiet wirkt wie ein "Blocker" gegen milde Luft aus dem Westen und fördert den Zustrom kalter Luftmassen aus dem Norden und Osten. Dadurch könnten sich die Temperaturen deutlich absenken und Dauerfrostlagen entstehen.
Noch unheilvoller ist jedoch die Bauernregel zum 22. Jänner, dem Tag der katholischen Petri-Stuhlfeier. Sie lautet: "Wenn’s an Petri Stuhlfeier kalt, die Kält’ noch 40 Tage anhalt’". Sollte diese Wetterlage eintreten, könnte der Frost bis Anfang März andauern. Meteorologische Modelle sehen diesen Zeitraum als möglich an – vor allem, wenn sich die Blockadewetterlage verstärkt.
„Wenn’s an Petri Stuhlfeier kalt, die Kält’ noch 40 Tage anhalt.“
Bauernregeln sind keine wissenschaftlich genauen Wettervorhersagen, sondern traditionelle Beobachtungen, die über lange Zeiträume gesammelt wurden. Meteorologen weisen darauf hin, dass solche Sprüche zwar kein Ersatz für moderne Wettermodelle sind, aber durchaus eine gewisse statistische Trefferquote haben – in manchen Untersuchungen liegt diese bei rund zwei Dritteln der Fälle.
Ob jetzt also wirklich "der rechte Winter" wird, wie es die Bauernregel verspricht, werden die kommenden Tage zeigen.