Bauernregeln begleiten den Jahresverlauf seit Jahrhunderten – und der 17. Jänner nimmt dabei eine besondere Rolle ein. Dem Gedenktag des heiligen Antonius des Einsiedlers wird nach alter Überlieferung sogar eine Prognose für den Hochsommer zugeschrieben.
"Ist der Anton rein und hell, wird der August heiß und schnell", so lautet eine der bekanntesten Bauernregeln rund um den 17. Jänner. Gemeint ist damit: Zeigt sich dieser Wintertag freundlich, klar und sonnig, soll ein heißer August folgen. Für die bäuerliche Bevölkerung früherer Zeiten war diese Regel mehr als bloßer Aberglaube. Sie diente als Orientierungshilfe für die Planung von Feldarbeit, Ernte und Viehhaltung.
Der heilige Antonius galt zudem als Schutzpatron der Haustiere, was dem Tag zusätzliche Bedeutung verlieh. Das Wetter an seinem Gedenktag wurde aufmerksam beobachtet, denn man glaubte, darin Hinweise auf den weiteren Verlauf des Jahres erkennen zu können – insbesondere auf den Sommer, der für die Landwirtschaft entscheidend war.
Aus heutiger meteorologischer Sicht sind solche Bauernregeln mit Vorsicht zu genießen. Ein direkter Zusammenhang zwischen dem Wetter am 17. Jänner und der Hitze im August lässt sich wissenschaftlich nicht belegen. Dennoch zeigen viele dieser Sprüche eine erstaunliche Beobachtungsgabe und spiegeln langfristige Erfahrungen wider, die über Generationen gesammelt wurden.