Nächste Millionenpleite in Oberösterreich! Die GROPYUS Engineering GmbH mit Sitz in Steinhaus im Bezirk Wels-Land ist zahlungsunfähig. Das Unternehmen hatte am 3. November beim Landesgericht Wels einen Konkursantrag eingebracht. Am Donnerstag (5. November) wurde das Verfahren offiziell eröffnet.
Die Schulden belaufen sich auf rund 38,2 Millionen Euro, etwa 50 Gläubiger sind betroffen. Das geht aus Informationen des Gläubigerschutzverbandes Creditreform hervor.
Der Grund für die finanzielle Schieflage liegt laut den Insolvenzunterlagen bei ausgebliebenen Investorengeldern. Die GROPYUS-Gruppe war stark auf diese Finanzierungsform angewiesen und konnte ihre laufenden Kosten noch nicht vollständig aus eigenen Einnahmen decken.
Bisher flossen die Gelder über die Konzernspitze an die einzelnen Unternehmen der Gruppe. Als diese Zahlungen ausblieben, geriet die GROPYUS Engineering GmbH in Zahlungsschwierigkeiten.
Die Firma gehört zur GROPYUS-Gruppe, die sich auf nachhaltigen Wohnbau spezialisiert hat. Das Unternehmen entwickelt Lösungen für die serielle Errichtung von Wohngebäuden, insbesondere Mehrfamilienhäuser in Holzbauweise.
Die insolvente Gesellschaft in Steinhaus ist innerhalb der Gruppe für die Planung, Konstruktion und Fertigung von Produktionsanlagen zuständig. Wie viele Mitarbeiter von der Insolvenz betroffen sind, ist derzeit nicht bekannt.
Trotz der Millionenpleite soll der Betrieb nach Möglichkeit weiterlaufen. Das Unternehmen will den Fortbestand sichern und das operative Geschäft aufrechterhalten.
Eine Sanierung wird ausdrücklich nicht ausgeschlossen. Ob dafür neue Investoren gefunden werden können, ist derzeit allerdings noch offen.
Zum Masseverwalter wurde der Welser Rechtsanwalt Philipp Clemens Stossier bestellt. Er soll nun auch über den aktuellen Stand der möglichen Sanierungsbemühungen informiert werden.