Wer sich für die kalte Jahreszeit im Fitnessstudio anmelden möchte, sollte vorher genau auf die Preise schauen. Denn zwischen den Anbietern liegen teilweise Welten. Die Arbeiterkammer Oberösterreich hat 45 Fitnessstudios in Linz, Linz-Land, Wels und Steyr unter die Lupe genommen und dabei enorme Unterschiede festgestellt.
Zwischen 328,80 und 1.476 Euro kostet das erste Trainingsjahr. Verglichen wurden Jahresmitgliedschaften mit monatlicher Zahlung und unbegrenztem Training. Die monatlichen Beiträge reichen von 24,90 bis 123 Euro, im Durchschnitt werden 56 Euro fällig. Dazu können zusätzliche Gebühren von bis zu 97 Euro kommen.
Im Vergleich zum Vorjahr sind die Preise um 1,56 Prozent gestiegen. Allerdings unterscheiden sich auch die Leistungen deutlich. Während manche Studios nur Trainingsgeräte anbieten, gibt es anderswo betreute Einheiten, Kurse oder Wellnessbereiche.
Die AK rät deshalb, genau zu prüfen, welche Angebote man tatsächlich nutzt. Wer nur an Geräten trainieren möchte, braucht womöglich kein teures Rundum-Paket.
Besonders ärgerlich wird es, wenn die anfängliche Trainingsmotivation nachlässt, der Vertrag aber weiterläuft. Immerhin 30 der 45 untersuchten Studios bieten monatlich kündbare Tarife an.
Von mehrjährigen Bindungen rät die AK ab. Selbst wenn solche Klauseln rechtswidrig sind, kann es mühsam werden, aus dem Vertrag herauszukommen.
Auch Vorauszahlungen bergen Risiken: Schließt ein Studio oder geht der Betreiber in Konkurs, ist bereits bezahltes Geld oft nur schwer oder gar nicht zurückzubekommen. Deshalb empfiehlt die AK, monatliche Zahlungen zu vereinbaren.
Bevor Du unterschreibst, solltest Du laut AK unbedingt ein Probetraining machen, am besten zu jener Uhrzeit, zu der Du später regelmäßig trainieren möchtest. So siehst Du, ob genügend Geräte frei sind und das Studio Deinen Vorstellungen entspricht.
Wichtig sind außerdem passende Öffnungszeiten, eine gute Erreichbarkeit und bei Bedarf eine fachliche Betreuung.
Besonders wichtig: Lass Dir mündliche Zusagen schriftlich bestätigen und verlange eine Kopie des Vertrags. Auch ein Blick in die Hausordnung lohnt sich, denn manche Studios schränken sogar die Mitnahme eigener Getränke oder Lebensmittel ein.