Die nächste Insolvenz in der heimischen Baubranche: Über das Vermögen der Lachinger GmbH mit Sitz in Oberhofen am Irrsee (Bezirk Vöcklabruck) ist am 3. November 2026 ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung eröffnet worden. Zuständig ist das Landesgericht Wels.
Das Unternehmen ist im gebeutelten Baugewerbe tätig. Zu den Geschäftsfeldern zählen Verputzarbeiten, das Verlegen von Estrichen sowie Beton- und Asphaltierungsarbeiten.
Die finanziellen Schwierigkeiten sind erheblich: Laut den vorliegenden Angaben belaufen sich die Passiva auf rund 3,816 Millionen Euro. Von der Insolvenz sind insgesamt 50 Dienstnehmer betroffen.
Als Gründe für die Zahlungsunfähigkeit werden vor allem Umsatzeinbrüche im privaten Hausbau genannt. Dazu kommen die gestiegenen Zinsen und die allgemeinen Teuerungen.
Zum Insolvenzverwalter wurde der Vöcklabrucker Rechtsanwalt Dr. Andreas Haberl bestellt. Er soll nun untersuchen, ob und unter welchen Voraussetzungen der Betrieb fortgeführt werden kann.
"Der eingesetzte Insolvenzverwalter wird prüfen, ob und in welchem Umfang eine Fortführung des Unternehmens möglich ist. Es ist geplant Umstrukturierungen und Kostenanpassungen vorzunehmen", erklärt Petra Wögerbauer vom KSV1870 Linz.
Für die Gläubiger ist bereits ein Sanierungsplan vorgesehen. Dieser sieht eine Quote von 20 Prozent vor, die innerhalb von 24 Monaten ab Annahme des Sanierungsplans bezahlt werden soll.
Am 28. Jänner 2027 findet am Landesgericht Wels die erste Gläubigerversammlung samt Berichts- und Prüfungstagsatzung statt. Am 25. Februar 2027 sollen die Gläubiger über den Sanierungsplan verhandeln und abstimmen.