Knieschmerzen bedeuten meist jahrelange Qualen. Der Alltag ist stark eingeschränkt. Eine neue Operationsmethode im Klinikum Wels-Grieskirchen (OÖ) soll Betroffenen helfen, schneller wieder in Bewegung zu kommen – es ist eine medizinische Welt-Sensation.
Dort kommt weltweit erstmals ein Roboter namens "Robin" bei Knieoperationen zum Einsatz, darüber berichtet der ORF. Das Besondere: Während des Eingriffs analysiert das System laufend das Knie und unterstützt dabei, es möglichst genau an die individuelle Anatomie anzupassen.
"Die Patienten sind dadurch schneller mobil und haben weniger Schmerzen. Patientinnen und Patienten berichten von einem natürlichen und stabilen Gefühl", sagt Björn Rath, Leiter der Orthopädie am Klinikum dem ORF.
Bei herkömmlichen Eingriffen wurde das Knie häufig möglichst gerade ausgerichtet. Mittlerweile steht stärker die natürliche Anatomie der Patienten im Mittelpunkt. Ziel ist es, das Gelenk so zu positionieren, dass es möglichst natürlich funktioniert.
Der Roboter unterstützt das Operationsteam dabei, die Bewegungsabläufe genau zu untersuchen und die Ausrichtung entsprechend anzupassen.
"Wir können in der Analyse sehr gut beurteilen, wie sich das Knie vor und nach der Operation bewegt", erklärt im ORF Rath. Die individuell abgestimmte Vorgehensweise gewinnt in der Kniechirurgie zunehmend an Bedeutung.
Wie stark sich ein künstliches Kniegelenk auf die Lebensqualität auswirken kann, zeigt das Beispiel eines 60-jährigen Pensionisten. Er hat sich mit der neuen Methode operieren lassen. Seither kann er wieder ohne Schmerzen durchschlafen.
Zuvor bestimmten die Beschwerden über viele Jahre seine Nächte. "Die letzten 15 Jahre konnte ich in der Nacht nicht durchschlafen, wenn, dann nur mit Schmerzmitteln", erzählt der Mann im ORF.