Wegen umfangreicher Paketbetrügereien hat die Polizei in Wien nun einen 39-Jährigen festgenommen. Der Mann war als Onlinehändler für einen Webshop tätig, soll beim Versand der Pakete schwer getrickst haben.
Laut Ermittlern verpackte er Waren an seiner Wohnadresse und verschickte diese an Kunden in ganz Österreich. Insgesamt soll er zuletzt 2.100 Sendungen mit falschen Absenderangaben an ein Logistikunternehmen übergeben haben. So wollte er sich die Versandkosten sparen.
Die Kosten sollten stattdessen großteils in Österreich ansässigen Firmen verrechnet werden. So wollte der Beschuldigte die Gebühren umgehen. Die Betrügereien sollen schon im Jänner begonnen haben. Am 2. März klickten schließlich die Handschellen. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft wurde der Wiener in die Justizanstalt Korneuburg eingeliefert.
Bei einer Durchsuchung seiner Wohnung und eines Kellerabteils machten Beamte eine weitere brisante Entdeckung: Mehr als 1.400 bereits fertig vorbereitete Sendungen wurden sichergestellt. Laut Polizei kann davon ausgegangen werden, dass ein weiterer Betrugsversuch unmittelbar bevorstand.
Der mögliche Schaden ist beträchtlich. Allein durch die vorbereiteten Sendungen hätten rund 114.000 Euro entstehen können. Bereits zuvor wurden etwa 5.000 Bestellungen über ein anderes Logistikunternehmen abgewickelt. Dieses blieb auf Versandkosten in Höhe von 57.000 Euro sitzen. Die Unschuldsvermutung gilt.