Erst in der Vorwoche machten sich bittere Nachrichten die Schlagzeilen – die traditionsreiche Heidenbauer-Gruppe aus Bruck an der Mur ist insolvent.
Wie die Gläubigerschutzverbände KSV 1870 und Creditreform am Freitag mitteilten, sind insgesamt rund 600 Gläubiger betroffen – sie warten auf mehr als 62 Millionen Euro – "Heute" berichtete.
Damit ist der Traditionsbetrieb aus der Steiermark aber bei weitem nicht der einzige. Die wirtschaftliche Lage Österreichs ist weiterhin ein enormes Problem für Unternehmer. Allein in der letzten Woche mussten laut dem KSV ganze 66 heimische Unternehmen Insolvenz anmelden.
Von Bäckereibetrieben in der Bundeshauptstadt Wien, wie etwa die "Backwelt Bäckereibetriebs GmbH", über Reinigungsfirmen, IT- und Immobilienunternehmen bis hin zu Raummanagement-Verwaltung sind alle Branchen betroffen.
Allein am vergangenen Montag sahen sich 11 Unternehmer gezwungen, Insolvenz anzumelden, am Dienstag waren es schon 16. Das ist aber bei weitem noch nicht alles. Denn am Donnerstag waren es satte 22 österreichische Firmen, die in die Pleite schlitterten.
Die Gründe sind vielfältig: gestiegene Kosten, sinkende Nachfrage, hohe Zinsbelastungen – und vielerorts bleibt auch der erhoffte Konjunkturaufschwung aus. Gerade für kleinere und mittlere Unternehmen wird das wirtschaftliche Umfeld zunehmend zum Überlebenskampf.