Weihnachtskekse backen ist für viele der Moment, in dem die Adventzeit so richtig beginnt. Wenn Nuancen von Zimt, Vanille und Butter durch die Küche ziehen und der Teig unter den Händen Form annimmt, wird aus einem normalen Nachmittag plötzlich ein kleines Fest. Ob klassisch mit Vanillekipferl und Linzer Augen, neue Kreationen mit Schoko und Nüssen oder liebevoll verzierte Ausstechkekse – alle sollen richtig gut schmecken. Jede Kekssorte benötigt aber andere Bedingungen – da geht schnell mal was schief.
Nimm also besser diese acht typischen Fehler unter die Lupe:
1
Du verwendest zu viel Mehl
Schnee in den Bergen ist schön, Mehlberge auf Arbeitsfläche und Nudelholz braucht es beim Backen nicht. Sie machen deine Kekse trocken, weshalb das Mehl sparsam und nur bei Bedarf zusätzlich hinzugefügt werden sollte. Hast du trotzdem aus Versehen zu viel Mehl verwendet, kannst du es so gut es geht abklopfen. Dann kannst du den Teig nochmals zusammenfügen und erneut im Kühlschrank ruhen lassen. Mehr:Vergiftungsgefahr! Finger weg vom rohen Keksteig
2
Dein Teig wird beim Ausrollen rissig
Egal, ob per Hand oder mit der Küchenmaschine – knete deinen Teig nicht allzu lang, denn dadurch wird er bröselig. Auch hier kann es helfen, den Teig nochmals zusammenzufügen und im Kühlschrank 20 bis 30 Minuten ruhen zu lassen. Auch wenn dein Teig zu wenig Feuchtigkeit enthält, klebt er oder wird rissig. Bei klebrigem Teig hilft etwas mehr Mehl oder Zucker auf der Arbeitsfläche und dem Wallholz. Den Teig zwischen zwei Backpapieren auszuwalken, empfiehlt sich sowohl bei rissigem als auch bei klebrigem Teig.
3
Du hast das Rezept nicht ganz gelesen
Unvorhersehbare Überraschungen wollen wir erst unterm Weihnachtsbaum vorfinden und nicht, wenn wir mitten im Backprozess sind. Ein paar Stunden bevor der Weihnachtsbesuch eintrifft, zu lesen, dass noch etwa zwei Stunden kaltgestellt oder ins Gefrierfach muss, ärgert. Darum immer von Anfang bis Ende lesen!
4
Die Kekse sind ungleichmäßig gebacken
Sind deine Kekse unterschiedlich braun oder teils sogar verbrannt, waren sie vermutlich schon im rohen Zustand nicht gleich dick. Das kann der Fall sein, wenn du zum Ausrollen vom Teig keine Teighölzer oder kein Wallholz verwendet hast. Der Einsatz lohnt sich! Eine Dicke von fünf bis acht Millimetern ist üblich. Mehr:Dieses Ehepaar backt die schärfsten Vanillekipferl
5
Alle Kekse sind komplett verbrannt
Um zu verhindern, dass deine Kekse verbrennen, solltest du zunächst anhand vorheriger Backgänge abwägen, ob dein Ofen eher schnell oder langsam heizt und du somit die Backzeit verringern oder verlängern solltest. Pro Kekssorte kannst du einen Testlauf im Ofen machen – hierfür die Backzeit etwa zwei Minuten kürzer als im Rezept angegeben einstellen und ab da den Ofen durchgehend im Blick behalten.
6
Auskühlen auf dem heißen Blech
Auch auf dem rausgenommenen Blech werden Kekse sozusagen weitergebacken. Sie werden zu hart oder können sogar verbrennen. Schiebe das Backpapier vom Blech auf ein Rost, Kuchengitter oder einfach auf eine steinerne Küchenoberfläche – so kühlen sie schön aus.
7
Du öffnest immer wieder den Backofen
Durch ungeduldige Familienmitglieder oder deine eigene Ungeduld leidet dein Teig. Die beim Öffnen in den Ofen strömende kühlere Luft sorgt dafür, dass vordere Kekse langsamer knusprig werden als hintere. Entspannung ist der Schlüssel! Kekse benötigen meist eh keine lange Backzeit.
8
Diese Lagerung schadet deinen Keksen
Vor allem wer seine Kekse verschenken möchte, will, dass sie so lang wie möglich schmecken. Also nicht zu hart, rissig oder zu weich sind. All das steht und fällt mit der richtigen Lagerung deiner kleinen Kunstwerke. Eine gut verschließbare Keksdose findest du in jedem Supermarkt. Stelle diese an einen trockenen und kühlen Ort – richte das auch den Beschenkten aus. In den Kühlschrank gehört die Dose nicht. Damit sich Aromen nicht vermischen, kannst du jede Sorte in einer separaten Box lagern. Sind deine Kekse trotzdem schon hart, hilft vielleicht eine Apfelspalte in der Dose.
Aber vor allem der Spaß steht beim Keksebacken im Vordergrund. Ein bisschen Chaos in der Küche, ein paar schiefe Ausstecher, dafür viel Herz. Und wenn am Ende die Dose voll ist, hat sich jede Minute gelohnt. Weihnachten schmeckt eben am besten selbstgemacht.