Sommerliche Hitze macht vor allem in Dachgeschosswohnungen, schlecht gedämmten Räumen und Zimmern mit Südfenstern das Leben zur Qual. Eine Klimaanlage wäre zwar eine Lösung, ist aber teuer und verbraucht viel Strom.
Die gute Nachricht: Mit einigen einfachen Maßnahmen lässt sich die Wohnung auch ohne Klimagerät deutlich kühler halten.
Wie chip.de unter Berufung auf den britischen "Independent" berichtet, haben Experten acht Tipps zusammengestellt, die auch in österreichischen Wohnungen leicht umsetzbar sind.
Der effektivste Hitzeschutz beginnt vor der Fensterscheibe. Experten empfehlen, stark besonnte Fenster von außen abzudecken - etwa mit Markisen, Außenrollos oder Fensterläden. Das wirkt besser als Vorhänge innen, weil die Sonnenstrahlen gar nicht erst auf die Scheibe treffen.
Besonders wichtig ist das bei Süd- und Westfenstern, weil dort die Sonne zur heißesten Tageszeit auftrifft.
Viele Elektrogeräte erzeugen Wärme, auch wenn sie nicht aktiv genutzt werden. Ladegeräte, Laptops, Spielekonsolen und Monitore im Stand-by sollten bei Hitze ausgesteckt werden. Besonders Homeoffice-Zimmer heizen sich durch mehrere Geräte zusätzlich auf.
Auch Backofen, Trockner und Waschmaschine sollten an heißen Tagen nicht zur wärmsten Tageszeit laufen - oder man weicht auf kalte Gerichte aus.
Dauerhaft gekippte Fenster sind bei Hitze keine gute Idee. Strömt tagsüber warme Außenluft herein, wird es drinnen nur heißer. Besser ist gezieltes Lüften früh morgens, spät abends oder nachts - wenn es draußen kühler ist als drinnen.
Besonders effektiv ist Querlüften: Öffne gegenüberliegende Fenster oder Türen, damit die warme Luft schneller entweichen kann.
Ein ungewöhnlicher Tipp betrifft das Schlafzimmer: Steht das Bett direkt an einer Außenwand, die nachmittags Sonne abbekommt, kann diese nachts noch Wärme abstrahlen. Das Bett etwas von solchen Wänden abzurücken, kann helfen.
Zusätzlich empfiehlt sich leichte Bettwäsche aus Baumwolle oder Leinen.
Ein Ventilator kühlt die Luft zwar nicht wie eine Klimaanlage, kann aber den Luftaustausch unterstützen. Am offenen Fenster platziert und nach außen blasend, hilft er, warme Luft herauszuziehen - aber nur, wenn es draußen kühler ist als drinnen.
Tagsüber ist er direkt auf Personen gerichtet sinnvoller, weil die Luftbewegung die Verdunstung auf der Haut unterstützt.
Eine Schüssel Eis oder gefrorene Wasserflaschen vor dem Ventilator können kurz Linderung bringen. Der Effekt hält aber nur an, solange das Eis nicht geschmolzen ist - eine echte Klimaanlage ersetzt der Trick nicht.
Wenn kein Außenrollo vorhanden ist, helfen auch Thermorollos, reflektierende Sonnenschutzfolien oder helle, dicht gewebte Vorhänge. UV-Schutzfolien am Fenster können die Sonneneinstrahlung um bis zu 99 Prozent reduzieren.