Wenn die Temperaturen steigen, laufen Ventilatoren in vielen Haushalten auf Hochtouren. Doch was viele nicht wissen: Ein falsch platzierter Ventilator kann die Hitze sogar verstärken. Experten warnen vor typischen Fehlern, die die erhoffte Abkühlung komplett zunichtemachen können.
Viele stellen den Ventilator direkt auf die Fensterbank, in der Hoffnung auf frische Luft. Genau das kann jedoch nach hinten losgehen. Ist es draußen wärmer als in der Wohnung, bläst das Gerät heiße Außenluft direkt ins Zimmer. Die Folge: Die Räume heizen sich noch schneller auf, der Kühleffekt bleibt aus.
Experten raten daher, Fenster und Balkontüren während der größten Hitze geschlossen zu halten und die Räume abzudunkeln. Gelüftet werden sollte erst am frühen Morgen oder spätabends, wenn die Temperaturen wieder sinken.
Auch der Einsatz in der Nacht ist nicht unbedenklich: Viele lassen den Ventilator stundenlang direkt auf den Körper gerichtet laufen. Das kann kurzfristig zwar angenehm sein, aber auch Nebenwirkungen haben. Dauerhafter Luftzug kann zu trockenen Augen, gereizten Schleimhäuten sowie Verspannungen im Nacken- und Schulterbereich führen. Besonders Allergiker sollten vorsichtig sein, da Ventilatoren Staub, Pollen und andere Partikel aufwirbeln und Beschwerden verstärken können.
Viele gehen davon aus, dass ein Ventilator die Raumtemperatur senkt. Das stimmt jedoch nicht. Das Gerät kühlt die Luft nicht aktiv, sondern sorgt lediglich für Luftbewegung. Dadurch verdunstet der Schweiß auf der Haut schneller, was ein kühlendes Gefühl erzeugt – obwohl die Temperatur im Raum gleich bleibt.
Für eine möglichst effektive Kühlung sollte der Ventilator nicht direkt auf den Körper gerichtet werden. Besser ist eine Position, die die Luft im gesamten Raum zirkulieren lässt. Besonders wirkungsvoll ist der Einsatz in den kühleren Morgen- oder Abendstunden. Ein zusätzlicher Trick: Eine Schüssel mit Eiswürfeln oder sehr kaltem Wasser vor dem Ventilator verstärkt den Kühleffekt, da die Luft beim Vorbeiströmen zusätzlich abgekühlt wird.