Die kuriose Jobsuche von "Heute"-Leser Andi* (Name von der Redaktion geändert*) geht in die nächste Runde. Erst sollte sich der Linzer bei einem Hausmeisterjob in Kitzbühel (Tirol) bewerben, dann flatterte das nächste Angebot des AMS ins Haus. Der neue mögliche Arbeitsplatz liegt diesmal noch weiter weg – konkret geht es um ein Sportfachgeschäft in Serfaus in Tirol.
Die Entfernung hat es in sich: Für Andi würde der tägliche Arbeitsweg bei rund 820 Kilometern liegen. Mit dem Auto wären dafür pro Tag rund fünf Stunden reine Fahrzeit einzuplanen. Und das nur für die Hinfahrt wohlgemerkt.
Noch länger dauert die Reise mit den Öffis – Mit dem Zug wären es rund sechs Stunden in eine Richtung. Ein tägliches Pendeln wäre damit also nicht vorstellbar.
Im Stellenangebot wird laut Andi zwar darauf hingewiesen, dass bei Bedarf Unterkünfte für Mitarbeiter möglich seien. Wie genau dieses Angebot aussieht und unter welchen Bedingungen eine Unterkunft zur Verfügung gestellt wird, sei allerdings nicht näher erklärt. Für Andi macht die neuerliche Zusendung die Situation zunehmend skurril.
Für das AMS sind die Regeln in solchen Fällen klar definiert und orientieren sich an gesetzlichen Bestimmungen. Demnach ist es zumutbar, eine überregionale Beschäftigung anzubieten, wenn der Arbeitgeber ein Quartier bereitstellt.
"Warum bekomme ich nur Stellen als Hausmeister in Tirol? Mein Wunsch laut Betreuungsplan ist Maschinenbauer in Linz und das AMS muss das berücksichtigen", ärgert sich Andi im "Heute"-Talk.
Nachdem bereits der erste Tirol-Job für Verwunderung gesorgt hatte, legte das AMS mit dem Arbeitsplatz in Serfaus (Tirol) nach. Für Andi stellt sich damit zunehmend die Frage, wie solche Stellenangebote mit seiner Jobsuche in Linz und Umgebung zusammenpassen.