Eine ungewöhnliche Suchaktion sorgt im Waldviertel für Aufsehen: Wirt Max Gaspar vom Straninger Hof (Bezirk Horn) sucht nach zwei Gästen, die am Sonntag (1. November) beim Ganslessen versehentlich zu viel bezahlt haben. Obwohl es nur um wenige Euro geht, will der Gastronom das Geld unbedingt zurückgeben.
Das Pärchen war Teil einer Gruppe und hatte zwei Portionen Gansl bestellt. Weil heuer beim Ganslessen Knödel und Kraut kostenlos nachbestellt werden können, hätten die zusätzlichen Beilagen eigentlich nichts kosten dürfen. Doch auf der Rechnung landeten trotzdem 8,40 Euro für zwei Portionen Knödel.
Weil Gaspar weder Namen noch Kontaktdaten der Gäste kennt, startete er kurzerhand einen Aufruf auf Facebook. "Wir suchen das nette Pärchen, welches uns heute mittags besucht und 2 Gansln bei uns gegessen hat. Warum? Weil ihr zu viel bezahlt habt", schrieb der Wirt.
Auch eine Entschuldigung gab es: "Sorry, sorry, sorry – erstes von fünf Gansl-Wochenenden. Da passieren noch Fehler. Wir wollen das aber wieder gut machen."
Einen entscheidenden Hinweis hat der Gastronom allerdings: Die beiden Gäste hatten vor ihrem Besuch im Straninger Hof die Amethystwelt in Maissau besucht. Damit hofft Gaspar, das Paar ausfindig machen zu können.
"Mal schauen, ob wir die Gäste finden", sagt der Wirt gegenüber "Heute". Der kostenlose Nachschlag sei erst heuer eingeführt worden. "Mit dieser Aktion haben wir erst angefangen, das muss sich auch erst einspielen."
Die Rechnung zeigt: Für die beiden Gansl samt Beilagen wurden insgesamt 51,80 Euro verrechnet, dazu kamen 8,40 Euro für die zusätzlichen Knödel. Macht insgesamt 60,20 Euro – obwohl eigentlich nur 51,80 Euro fällig gewesen wären.
Der Wirt möchte den Fehler nun unbedingt wiedergutmachen. Seine ungewöhnliche und ehrliche Suchaktion sorgt im Internet bereits für große Aufmerksamkeit. Jetzt fehlt nur noch eines: Das gesuchte Pärchen muss sich beim Straninger Hof melden, damit es sein Geld zurückbekommt.