Nach dem tödlichen Lkw-Unfall auf der Südautobahn (A2) am Montagvormittag (2. November) im Raum Zöbern (Bezirk Neunkirchen) liegen nun neue Erkenntnisse der Polizei vor. Bei dem Zusammenstoß zweier Lastwagen kam ein 63-jähriger Lenker aus dem Bezirk Amstetten ums Leben. Ein weiterer Lkw-Fahrer wurde verletzt.
Wie die Polizei Niederösterreich am Dienstag mitteilte, war ein 47-jähriger Mann aus dem Bezirk Güssing gegen 10.50 Uhr mit seinem Lkw auf der A2 in Fahrtrichtung Wien unterwegs. Im Gemeindegebiet von Thomasberg dürfte er sein Schwerfahrzeug aufgrund eines technischen Gebrechens verlangsamt oder angehalten haben.
Ein nachkommender Lkw, gelenkt von einem 63-Jährigen aus dem Bezirk Amstetten, krachte gegen das Heck des Fahrzeugs. Durch die Wucht des Aufpralls wurde der Lenker in seinem Führerhaus eingeklemmt.
Die alarmierten Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr mussten den Mann aus dem völlig beschädigten Fahrzeug bergen. Für den 63-Jährigen kam jedoch jede Hilfe zu spät. Er erlag noch an der Unfallstelle seinen schweren Verletzungen.
Der 47-jährige Lenker des vorderen Lastwagens erlitt Verletzungen unbestimmten Grades. Er wurde mit dem Rettungshubschrauber in das Universitätsklinikum Wiener Neustadt geflogen.
Besonders problematisch: Der Unfall ereignete sich in einem zweispurigen Baustellenbereich, in dem kein Pannenstreifen vorhanden ist.
Der schwere Unfall sorgte auch für massive Verkehrsbehinderungen. Die A2 musste in Fahrtrichtung Wien wegen des Rettungseinsatzes und der aufwendigen Aufräumarbeiten von Montag, 10.55 Uhr, bis Dienstag, 0.30 Uhr, komplett gesperrt werden.
Trotz einer eingerichteten örtlichen Umleitung bildeten sich erhebliche Staus. Erst nach mehr als 13 Stunden konnte die Autobahn wieder für den Verkehr freigegeben werden. Für die Einsatzkräfte war es ein überaus fordernder Einsatz gewesen.