Feuerwehr-Urgestein

Seit 43 Jahren dabei, nun ist er erster KI-Beauftragter

Seit 43 Jahren ist Gottfried Schuller bei der Feuerwehr aktiv. Jetzt ist der 57-Jährige auch zertifizierter KI-Beauftragter.
03.11.2026, 07:00
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Künstliche Intelligenz (KI) hält auch bei der Feuerwehr Einzug: Gottfried Schuller (57) aus St. Georgen am Ybbsfelde (Bezirk Amstetten) ist nun zertifizierter KI-Beauftragter und damit wohl einer der ersten Feuerwehrmänner in Niederösterreich mit dieser Qualifikation. Für ihn steht fest: "KI ist gekommen, um zu bleiben."

Seit 43 Jahren engagiert sich Schuller bei der Freiwilligen Feuerwehr St. Georgen/Ybbsfelde, ist Zugskommandant und für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig. Die Wehr wird als Autobahn-Feuerwehr regelmäßig zu schweren Einsätzen gerufen. Laut Kommandant Andreas Steinberger ist Schuller dabei fast immer an vorderster Front im Einsatz.

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KI soll Feuerwehrarbeit erleichtern

Beruflich arbeitet der 57-Jährige als Unternehmensberater, ist in einer familiären Marketingfirma tätig und lehrt an Universitäten in Linz, London und Zürich. Nun will er sein Wissen über Künstliche Intelligenz auch im Feuerwehrwesen einbringen.

Einsatzmöglichkeiten sieht Schuller etwa bei Verwaltungsaufgaben, in der Buchhaltung, bei der Öffentlichkeitsarbeit oder bei der Erstellung von Einsatzmatrizen. Bereits jetzt würden viele Feuerwehren KI zur Gestaltung von Texten nutzen.

Warnung vor falschen Informationen

Allerdings warnt der Feuerwehrmann auch vor den Gefahren der neuen Technologie. KI könne falsche Informationen liefern und diese überzeugend darstellen. Deshalb müsse der Mensch stets die Kontrolle behalten.

"Der Mensch muss die Kontrolle behalten und sie muss den Menschen dienen", betont Schuller. Auch KI-generierte Inhalte wie Fotos, Plakate oder Facebook-Beiträge müssten entsprechend gekennzeichnet werden, mahnt er.

Sein Rat: Man solle sich aktiv mit Künstlicher Intelligenz beschäftigen, ohne Angst davor zu haben. Entscheidend seien dabei Hausverstand und Gespür – Eigenschaften, die KI seiner Ansicht nach noch fehlen.

red, 03.11.2026, 07:00