In mehreren Bundesländern sind nach Halloween gefährliche Fremdkörper in Süßigkeiten entdeckt worden. Jetzt gibt es auch einen Fall in Niederösterreich – die Polizei prüft mögliche Zusammenhänge.
Nach Oberösterreich und der Steiermark ist nun auch Niederösterreich betroffen: Am Montagabend wurde bekannt, dass im Bezirk Amstetten Halloween-Süßigkeiten aufgetaucht sind, die mit Metallgegenständen präpariert waren.
Weitere Einzelheiten zu dem Fall liegen vorerst nicht vor. Die Polizei will am Dienstag nähere Informationen bekannt geben, berichtet der "Kurier". Damit gibt es inzwischen aus drei österreichischen Bundesländern Meldungen über manipulierte Naschereien, die Kinder zu Halloween gesammelt hatten.
Am Dienstagabend wurde ein weiterer Fall in Oberösterreich bekannt. Im Bezirk Vöcklabruck erstattete eine 40-jährige Mutter Anzeige, nachdem sie in den Halloween-Süßigkeiten ihrer Tochter eine dickere Nadel in einem Schokoriegel und einem Kaubonbon entdeckt hatte.
Ihre 11-jährige Tochter biss in eine der Süßigkeiten. Verletzt wurde die 11-Jährige dabei nicht. Die Süßigkeiten wurden am Samstag zwischen 18 und 20 Uhr im Gemeindegebiet von Vöcklamarkt gesammelt. Hinweise auf eine Täterschaft gibt es bisher nicht. Die Polizei ermittelt.
Bereits am Sonntag machte eine Familie in Linz eine beunruhigende Entdeckung. In insgesamt fünf Schokoriegeln und Kaubonbons fand er rund einen Zentimeter lange Nägel.
Auch in der Steiermark meldeten sich am Montag Eltern bei der Polizei, nachdem sie verdächtige Gegenstände in den gesammelten Süßigkeiten ihrer Kinder entdeckt hatten. Betroffen sind unter anderem Wildon im Bezirk Leibnitz sowie der Bezirk Weiz. In einem Fall soll eine Büroklammer in einer Nascherei gesteckt haben.
In Österreich beschäftigt die Serie inzwischen auch das Bundeskriminalamt. Die Ermittler untersuchen, ob zwischen den einzelnen Anzeigen ein Zusammenhang bestehen könnte.
"Die Polizei nimmt diese Vorfälle sehr ernst. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren und werden hinsichtlich möglicher Zusammenhänge durch das Bundeskriminalamt geprüft und koordiniert", teilte das Bundeskriminalamt mit.