Eklat am Teufelsrad

"Abdul, nein!" – Rassismus-Skandal auf dem Oktoberfest

Beim Münchner Oktoberfest sorgt ein Vorfall am Teufelsrad für Aufregung. Nach rassistischen Aussagen wurde ein Sprecher des Fahrgeschäfts gefeuert.
André Wilding
06.10.2026, 08:27
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Beim bekannten Teufelsrad auf dem Münchner Oktoberfest gibt es erneut Wirbel. Diesmal stehen Aussagen eines neuen Sprechers im Mittelpunkt. Der Mitarbeiter wurde nach dem Vorfall entlassen – das berichtet die BILD.

Auslöser war eine Runde mit Mädchen im Alter zwischen 13 und 17 Jahren. Als auch ein Jugendlicher auf die Scheibe des Fahrgeschäfts lief, soll der Sprecher reagiert haben.

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"Abdul, nein und Abdul, Schluss"

Eine Zeugin schilderte die Situation gegenüber der BILD so: "Abdul, nein und Abdul, Schluss". Der Sprecher soll dem Jugendlichen dabei einen Namen zugeschrieben haben, der aus Sicht der Zeugin vermeintlich zu dessen Aussehen passen sollte. "Er hat ihn bei einem Namen genannt, der vermeintlich zu seinem Aussehen passen sollte", erklärte sie.

Damit war der Vorfall aber noch nicht beendet. Der Sprecher soll anschließend gesagt haben: "Das passiert, wenn wir das mit der Zuwanderung so weitermachen. Da müssen wir aufpassen, dass er nächstes Mal nicht noch seine Familie mitbringt", wird der Sprecher in der Boulevardzeitung zitiert.

Sprecher nach Vorfall gefeuert

Jan Polaczy, Ehemann der Betreiberin Elisabeth Polaczy, erklärte gegenüber der BILD, dass der Mann in diesem Jahr als neuer Sprecher ausprobiert worden sei. Nach seiner "verbalen Entgleisung" sei er gefeuert worden.

Der langjährige Sprecher Horst Herrmann war im Frühjahr im Alter von 69 Jahren gestorben. 25 Jahre lang hatte er die Mädchenrunde mit "Jetzt kommen die fesch’n Madln" angekündigt.

Schon zuvor Wirbel um Teufelsrad

Bereits vor dem Oktoberfest hatte das historische Fahrgeschäft für Diskussionen gesorgt. Drei rund 80 Jahre alte Frauenfiguren am Eingang mussten verändert werden. Zu kurze Röcke und zu freizügige Dekolletés wurden übermalt, berichtet die BILD.

Für weitere Aufregung sorgten sogenannte Upskirting-Videos. Frauen waren am Teufelsrad heimlich unter die Röcke gefilmt worden, die Aufnahmen wurden anschließend verkauft. Seit 2021 ist Upskirting eine eigene Straftat. Dafür drohen bis zu zwei Jahre Haft oder eine Geldstrafe - unabhängig davon, ob die Aufnahme weitergegeben wird.

Betreiberin Elisabeth Polaczy reagierte auf die heimlichen Aufnahmen mit einer ungewöhnlichen Maßnahme: Sie verschenkte Radlerhosen an Besucherinnen des Teufelsrads.

wil,06.10.2026, 08:27
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