Samstagszustellung geht nicht

"Adresse nicht existent": Wiener erhält Pakete nicht

Seit einiger Zeit kämpft ein Wiener mit der Zustellung seiner Pakete. Die Post soll angeben, dass sie die Adresse nicht findet.
Justine Gull
19.09.2026, 11:18
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Für Ärger sorgt die Paketzustellung bei "Heute"-Leser Lothar aus Wien-Floridsdorf. Seit Monaten soll es an seiner Adresse in der Gerasdorfer Straße immer wieder Probleme bei der Brief- und Paketzustellung geben. Der vorläufige Höhepunkt: Ein Paket konnte laut Post nicht zugestellt werden, weil seine Adresse angeblich nicht existiere.

Zunächst wurde die Zustellung einer Kleidungs-Bestellung normal angekündigt. Später erhielt der Wiener die Meldung, er sei "nicht angetroffen" worden – obwohl er nach eigenen Angaben zu Hause war. Wenige Tage später habe ihm der Kundenservice schließlich mitgeteilt, dass die Lieferadresse "nicht existiert". Für den Floridsdorfer unverständlich: Seit mehr als zehn Jahren würden Bestellungen an genau diese Adresse geliefert.

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Nachbarn offenbar auch betroffen

Doch der Fall sei kein Einzelfall. Seit rund zehn Monaten beobachte der Wiener, dass Briefe und Pakete teilweise nur an ein oder zwei Tagen pro Woche zugestellt würden. Mehrfach seien Sendungen zunächst als "in Zustellung" und später plötzlich mit "Zustellhindernis" angezeigt worden. Seine Nachbarn sollen dasselbe Problem haben. "Wir sind mittlerweile vier Personen, die mit der Zustellung kämpfen", erklärt er.

Seit März habe er sich deshalb wiederholt an die Post gewandt. Eine nachhaltige Verbesserung habe es laut dem Leser bislang nicht gegeben. Nun fordert er eine Erklärung für die widersprüchlichen Zustellmeldungen.

"Mitarbeiter wurde nachgeschult"

Die Österreichische Post räumt auf "Heute"-Nachfrage Fehler bei der Zustellung ein. Demnach habe sich ein Samstagszusteller nicht an die internen Vorgaben gehalten. Dieser sei mittlerweile ermahnt und nachgeschult worden. Zudem sollen Führungskräfte verstärkt auf eine korrekte Zustellung an der betroffenen Adresse achten.

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Allgemeine Verzögerungen weist die Post hingegen zurück. Briefe würden von Montag bis Freitag, Pakete von Montag bis Samstag und in Wien teilweise sogar sonntags zugestellt. Der Eindruck seltenerer Zustellungen könne vielmehr mit dem starken Rückgang der Briefmenge zusammenhängen.

Allein 2026 verzeichne die Post ein Minus von neun Prozent bei Briefen. Verglichen mit dem Höchststand 2008 sei die Menge sogar um 60 Prozent gesunken. "Das verstärkt sicher den Eindruck, dass die Post nur noch ein- oder zweimal die Woche kommen würde – tatsächlich gibt es nur schlichtweg immer weniger Sendungen, die unsere Zusteller zustellen könnten", erklärt der Pressesprecher.

Der betroffene Wiener gab an, dass die fehlenden Pakete nun bereits zugestellt oder im Laufe der Woche noch kommen sollen. Unterdessen hofft er, dass sich die Situation nachhaltig normalisiert und die Zustellung künftig verlässlich funktionieren.

Gul,19.09.2026, 11:18