Tierisches Wiedersehen

Ältester Seeadler "Nestor" nach 15 Jahren wieder daheim

Vor bereits 15 Jahren wurde Wappentier "Nestor" schon beringt. Jetzt endlich hat er sich wieder in Burgenland blicken lassen - eine Sensation.
16.03.2026, 09:36
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Wie schön! Längere Zeit war "Nestor" verschwunden, doch heuer brütet der Seeadler wieder einmal im Bezirk Neusiedl im Burgenland. Nach 15 Jahren seiner Beringung ist das Wappentier somit der älteste Greifvogel dieser Art in Österreich. Experten des WWF sind völlig aus dem Häuschen.

„Das ist eine kleine Sensation. Gerade weil viele Jungtiere die ersten Jahre nicht überleben, ist ein so alter Seeadler besonders wichtig für die Population. Deshalb heißt er Nestor – nach einem alten und weisen Berater aus der griechischen Mythologie“
Christian PichlerWWF-Experte
Nestor (links) wurde im Mai 2011 in den Tullnerfelder Donau-Auen beringt. Ringnummer RL1014_C1A3
©Bjorn Beckmann

Back to the Roots

Nachdem der Seeadler in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts in Österreich bereits als ausgerottet gegolten hat, ist es ausschließlich einer intensiven Artenschutz-Arbeit zu verdanken, dass man mittlerweile zumindest wieder 90 Brutpaare zählen kann.

"Nestor" kam 2011 zur Welt und wurde im Mai des gleichen Jahres als Jungtier in Niederösterreich beringt. Auch wenn unser Wappentier ein Alter von bis zu 30 Jahren erreichen kann, gilt "Nestor" als der älteste, heimische Seeadler. Trotzdem muss man weiterhin den Schutz der Brutgebiete und Lebensräume in den Auwäldern entlang großer Gewässer ausweiten und konsequenter durchsetzen.

„Neben dem Verlust der Lebensräume ist vor allem die illegale Verfolgung eine der größten Gefahren“

In der aktuellen Brutzeit reagieren Seeadler besonders empfindlich auf Störungen im Umfeld ihrer Horste. Schon geringe Eingriffe – etwa durch Forstarbeiten während der Brutsaison – können dazu führen, dass die Altvögel den Horst verlassen und die Jungen hilflos zurückbleiben. Laut WWF ist es daher besonders wichtig, die Tiere in dieser sensiblen Phase konsequent zu schützen. Nur so kann sich die noch relativ junge Population in Österreich langfristig stabil entwickeln.

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