Laut der Naturschutzorganisation WWF sind lediglich neun Wolfsrudel in Österreich nachgewiesen. Trotzdem muss statistisch gesehen alle zwei Wochen ein Wolf sterben, der eigentlich nichts falsch gemacht hat, außer er selbst zu sein. Laut den Tierschützern widerspricht dies nicht nur dem EU-Recht, sondern auch dem Artenschutzgedanken.
„In Deutschland werden höchstens einzelne Tiere entnommen, während hierzulande ein erheblicher Teil des Bestandes getötet wird. Das ist aus Artenschutz-Sicht eine fatale Entwicklung, die gestoppt werden muss“Christian PichlerWWF
Im Jahr 2025 wurden insgesamt 22 Wölfe auf Basis von Verordnungen getötet. Laut einer Analyse des WWF soll das alles nicht mit dem EU-Recht vereinbar sein, denn zusätzlich kam es noch zu dreien illegalen Abschüssen. Schaut man sich die einzelnen Bundesländer an, liegt Kärnten mit 13 getöteten Wölfen im Vorjahr ganz vorn. Dahinter folgen Tirol mit sieben, Niederösterreich mit drei sowie Salzburg und Oberösterreich mit je einem getöteten Tier.
„Als großer Beutegreifer hilft der Wolf, übermäßig hohe Wildbestände zu regulieren und die Artenvielfalt und die Waldverjüngung zu fördern“
"Anstatt vor allem auf Abschüsse und Stimmungsmache zu setzen, müssen rechtssichere, wissenschaftlich fundierte Lösungen dominieren. Dazu zählen die Einhaltung des EU-Artenschutzrechts, mehr Herdenschutz und ein konsequentes Vorgehen gegen Wildtierkriminalität", kritisierte Pichler abschließend.