Bei der ORF-Haushaltsabgabe kommt 2027 Bewegung in die Befreiungsgrenze. Grund dafür ist die geplante Anhebung der Ausgleichszulage: Sie soll im kommenden Jahr um 3,3 Prozent steigen, wie die Online-Plattform "Finanz.at" berichtet.
Für Alleinstehende erhöht sich die Ausgleichszulage von derzeit 1.308,39 auf 1.351,57 Euro, für Paare von 2.064,12 auf 2.132,25 Euro. Rund 200.000 Menschen beziehen in Österreich eine Mindestpension und erhalten die Zulage. Frauen sind wegen ihrer niedrigeren Durchschnittspension häufiger betroffen. Höhere Pensionen sollen 2027 um 2,95 Prozent steigen.
Bezieher der Ausgleichszulage müssen grundsätzlich weder Rezeptgebühr und E-Card-Serviceentgelt noch die ORF-Haushaltsabgabe bezahlen. Die Zulage entspricht der Differenz zwischen dem Gesamteinkommen und dem jeweiligen Richtsatz, sofern das Einkommen darunterliegt. Zuständig für Antrag und Auszahlung ist der jeweilige Pensionsversicherungsträger.
Eine Befreiung vom ORF-Beitrag ist unter bestimmten Voraussetzungen auch für Lehrlinge, Arbeitslose sowie Bezieher von Mindestsicherung, Studienbeihilfe, Kinderbetreuungs- oder Pflegegeld möglich. Auch bestimmte EAG-Kosten können entfallen, zudem kann ein Zuschuss zum Fernsprechentgelt beantragt werden.
2026 beträgt der ORF-Beitrag 15,30 Euro im Monat. Je nach Bundesland kommen Länderabgaben hinzu, insgesamt werden damit zwischen 183,60 und 240 Euro pro Jahr fällig. Gleichzeitig wird über eine mögliche Erhöhung ab 2027 diskutiert. Hintergrund sind Budgetkürzungen von rund 93 Millionen Euro beim ORF. Eine Entscheidung steht noch aus.