Der ORF-Beitrag in der Höhe von 183,60 Euro im Jahr sorgt bei einer Mutter für große finanzielle Sorgen. "Heute"-Leserin Dragana ist Alleinverdienerin und muss von ihrem Gehalt ein Kind versorgen. Aus diesem Grund wollte die Wienerin die ORF-Forderungen nicht auf einmal, sondern in leistbaren Raten begleichen.
Nach eigenen Angaben wandte sie sich bereits im Jänner schriftlich an die ORF-Beitrags Service GmbH (OBS) und bat um eine entsprechende Zahlungsvereinbarung. Ihre grundsätzliche Bereitschaft, den ausstehenden Betrag zu bezahlen, habe sie dabei ausdrücklich klargemacht, erzählt sie gegenüber "Heute".
Doch eine für sie tragbare Lösung kam bis heute nicht zustande. Stattdessen sei die offene Forderung für das Jahr 2024 an ein Inkassobüro übergeben worden. Dadurch seien nun zusätzliche Kosten entstanden.
Genau das kann die Betroffene nicht nachvollziehen. "Ich habe mich nie geweigert zu zahlen", betont sie gegenüber "Heute". Im Gegenteil: Sie habe selbst frühzeitig Kontakt aufgenommen, ihre Situation geschildert und um Ratenzahlung ersucht.
Besonders irritiert ist die Wienerin darüber, dass sie nach eigenen Angaben keinen Bescheid erhalten habe. Trotzdem werde sie mittlerweile mit der Inkassoforderung für 2024 konfrontiert. Damit nicht genug: Zusätzlich habe sie eine Mahnung über die offenen ORF-Beiträge für 2025 und 2026 erhalten.
Für die Alleinverdienerin ist die finanzielle Belastung mittlerweile kaum mehr zu stemmen. Die gesamten ausstehenden Beträge sofort zu begleichen, sei für sie schlicht nicht möglich. Besonders bitter sei, dass durch die Übergabe an das Inkassobüro nun weitere Kosten hinzugekommen seien – obwohl sie nach ihrer Darstellung von Beginn an versucht habe, eine einvernehmliche Zahlungslösung zu finden.
"Die Situation belastet mich und meine Familie mittlerweile enorm. Ich bin sehr verzweifelt", schildert die Mutter. Sie hofft nun weiterhin auf eine Lösung, bei der sie ihre offenen Beiträge in für sie leistbaren Raten begleichen kann.
"Heute" hat die OBS mit den Vorwürfen konfrontiert und um eine Stellungnahme zu dem Fall gebeten. Tatsächlich habe man ende März ein Schreiben ausgeschickt mit der Bewilligung einer Ratenzahlung in der Höhe von 20 Euro pro Monat. Da die Raten jedoch nicht überwiesen worden sind, habe man das Inkassobüro einschalten müssen.
Doch Dragana beteuert gegenüber "Heute" das Schreiben niemals bekommen zu haben. "Ich hätte das ja sofort überwiesen, wenn ich davon gewusst hätte", erzählt sie im "Heute"-Talk. Stattdessen habe die Wienerin versucht, per E-Mail mit der OBS Rücksprache zu halten: "Geantwortet hat mir aber keiner. Stattdessen kam das Inkassoschreiben."
Gemeinsam mit der OBS und "Heute"-Leserin Dragana ist es "Heute" gelungen, eine Einigung in der Causa zu erzielen. Die Wiener zeigt sich überglücklich: "Ich habe soeben die beantragte Ratenvereinbarung ab September der OBS erhalten und werde das selbstverständlich ab 1.9. wie angegeben bezahlen."