An heißen Tagen gehört das halbgefrorene Zuckergetränk für viele zum Besuch im Freibad, Kino oder Funpark einfach dazu. Was Eltern beim Kauf allerdings nicht sehen: Hinter den schrillen Farben kann sich ein Zusatzstoff verstecken, der vor allem für kleinere Kinder zum Problem werden könnte.
Damit der Slushy seine typische Konsistenz behält und nicht komplett gefriert, setzen manche Hersteller Glycerin ein. Eine gesetzliche Höchstgrenze gibt es dafür in der EU bisher nicht. Die AK Oberösterreich nahm deshalb acht Getränke aus einem Park, einem Kino und mehreren Badeeinrichtungen unter die Lupe.
Während die meisten Proben kaum Glycerin enthielten, fiel eine deutlich aus der Reihe: Das Labor fand darin satte 26,9 Gramm pro Liter. Für ein fünfjähriges Kind mit rund 20 Kilo könnte bereits ein 250-Milliliter-Becher zu viel des Guten sein.
Die aufgenommene Menge läge beim 2,7-Fachen der akuten Referenzdosis der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit. Die möglichen Folgen klingen alles andere als süß: Bei hohen Mengen drohen Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Benommenheit.
Die AK fordert deshalb eine EU-weite Höchstgrenze. Eltern sollten inzwischen nachfragen, ob Glycerin enthalten ist, und ihre Kinder nur wenig davon trinken lassen oder im Zweifel ganz verzichten. Immerhin gab es beim Farb-Check Entwarnung: Verdächtige Azofarbstoffe wurden nicht entdeckt. Andere synthetische Farbstoffe fanden sich allerdings in der Hälfte der Proben.
Den ganzen Test der Arbeiterkammer gibt es hier.