AK warnt Eltern

Zu viel Zucker! Viele Kinderknabbereien enttäuschen

Das gesunde Image vieler Kinderknabbersnacks hält einem genauen Blick oft nicht stand. Die AK hat 68 Produkte getestet – mit eindeutigem Urteil.
Heute Life
18.02.2026, 11:25
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Von fruchtig-süß bis herzhaft-pikant mit Gemüse – Knabbersnacks für Kinder gibt es mittlerweile in allen möglichen Varianten. Die AK Oberösterreich hat sich 68 dieser Kinderknabbereien genauer angeschaut und kommt zu einem ernüchternden Ergebnis: Vor allem Produkte ohne Altersangabe schneiden schlechter ab. Sie enthalten oft zugesetzten Zucker, Salz, Aromen und verschiedene Zusatzstoffe. Aber auch manche Snacks, die eigentlich für Kindergarten- oder Schulkinder gedacht sind, sind nur bedingt zu empfehlen.

68 Kinderknabbersnacks miteinander verglichen

Was früher mit Reiswaffeln und Maisstangen angefangen hat, ist heute ein buntes Sammelsurium im Kinderregal. Das Angebot reicht von süßen Fruchtsnacks bis zu pikanten Knabbereien mit Gemüsegeschmack. Bunte Verpackungen, Obst- und Gemüsebilder und viele Werbesprüche vermitteln ein gesundes Image. Doch wie gesund sind diese Snacks wirklich?

Die AK hat unter anderem Reis- und Maiswaffeln, Flips, Knusperstangen, Kringel und Snacks in Tierform getestet. Viele Produkte tragen eine Altersangabe – von Babys ab dem 7. Monat bis zum Volksschulkind. Einige verzichten ganz darauf. Eins haben aber alle gemeinsam: Die Verpackung verspricht fruchtigen oder gemüsigen Genuss, doch ein genauer Blick auf die Zutatenliste zeigt, dass hochwertiges Obst oder Gemüse meist kaum vorhanden sind.

Gesundes Image: oft mehr Schein als Sein

Die angebliche Süße von Obst und Gemüse kommt bei 26 von 68 Produkten eigentlich aus Saftkonzentraten. Sechs Produkte enthalten sogar zusätzlich Zucker oder Sirup. Der Zuckergehalt schwankt dadurch stark – von 0,9 bis 30,8 Gramm pro 100 Gramm. Auch beim Fett gibt es große Unterschiede: Je nachdem, ob und wie viel Speiseöl drin ist, liegt der Fettgehalt zwischen 0,7 und 30 Prozent. Der Energiegehalt reicht von 324 bis 531 Kilokalorien pro 100 Gramm.

Bei sieben Produkten wird mit Aromen nachgeholfen, bei zwei sogar mit Farbstoffen getrickst. Auch andere Zusatzstoffe wie Emulgatoren (ein Produkt) oder Säureregulatoren (vier Produkte) kommen zum Einsatz. Beim Salz wird ebenfalls nicht gespart: Fünf Produkte haben einen mittleren, eines sogar einen hohen Salzgehalt.

Klein, knusprig, teuer

Die kleinen, knusprigen Snacks wirken mit ihren Mini-Packungen (durchschnittlich 30 Gramm) auf den ersten Blick nicht teuer. Im Test kosten sie zwischen 75 Cent und 2,99 Euro. Rechnet man das auf 100 Gramm um, zahlt man aber zwischen 1,25 und fast 10 Euro.

Besser frisch als fertig

Fertige Snacks mit Obst oder Gemüse wirken zwar gesund, sind aber stark verarbeitet. Saftkonzentrate ersetzen kein frisches Obst oder Gemüse, sondern treiben nur den Zuckergehalt in die Höhe und gewöhnen die Kleinen früh an Süßes. Besonders Produkte von Non-Food-Diskontern oder solche für größere Kinder enthalten oft zugesetzten Zucker, Salz, Aromen oder weitere Zusatzstoffe. Ab und zu schadet so ein Snack nicht. Besser ist aber, zu salzarmen, neutralen Getreidesnacks zu greifen und dazu frisches Obst oder Gemüse zu geben.

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