Teurerer Urlaub droht

AK warnt – wann Flugpreise plötzlich steigen dürfen

Wegen Nahost-Krieg wächst die Unsicherheit: Die AK Oberösterreich erklärt, wann Flugpreise nachträglich steigen dürfen.
Oberösterreich Heute
05.05.2026, 05:00
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Der Krieg im Nahen Osten sorgt auch bei Urlaubern für Nervosität. Flugausfälle, Verspätungen und Gerüchte über Kerosinmangel werfen eine zentrale Frage auf: Können Airlines bereits gebuchte Tickets einfach verteuern?

Die klare Antwort der Arbeiterkammer Oberösterreich: In den meisten Fällen nein. Bei individuell gebuchten Flügen gilt der Preis zum Zeitpunkt der Buchung. Nachträgliche Zuschläge - etwa für Treibstoff - sind nur zulässig, wenn das ausdrücklich und rechtlich sauber im Vertrag vereinbart wurde. In vielen überprüften Airline-Bedingungen fehlen solche Klauseln jedoch.

Anders sieht es bei Pauschalreisen aus. Hier kommt oft eine sogenannte Preisgleitklausel zum Einsatz. Diese erlaubt Anpassungen bis zu 20 Tage vor Reisebeginn - allerdings nur aus klar definierten Gründen wie steigenden Treibstoffkosten oder Abgaben. Wichtig: Steigt der Preis um mehr als 8 Prozent, kannst du kostenlos stornieren.

Verlangen Airlines plötzlich zusätzliche Zahlungen für bereits gebuchte Flüge, solltest du vorsichtig sein. Die AK rät: Zahle nur "unter Vorbehalt" und informiere die Airline schriftlich darüber. So kannst du dir eine spätere Rückforderung sichern.

Ein weiteres Risiko: Flugausfälle. Wird dein Flug gestrichen, bekommst du zumindest den Ticketpreis zurück. Ob dir zusätzlich eine Entschädigung zusteht, hängt vom Einzelfall ab. Airlines berufen sich hier oft auf "außergewöhnliche Umstände", um nicht zahlen zu müssen.

Wichtig für Ansprüche nach EU-Recht: Der Flug muss entweder in der EU starten oder von einer EU-Airline durchgeführt werden. Das gilt auch für Rückflüge aus Drittstaaten.

Für neue Buchungen gilt: Achte genau auf Preisänderungsklauseln bei Pauschalreisen und setze bei Hotels und Mietwagen auf flexible Stornobedingungen. Eine klassische Reiseversicherung deckt solche Fälle meist nicht ab.

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