Wie 20 Minuten berichtet, liegt die Zahl der Todesopfer laut Angaben von Menschenrechtsaktivisten mittlerweile bei mindestens 116. Das hat die Human Rights Activists News Agency (HRANA), die ihren Sitz in den USA hat, am Sonntag bekannt gegeben. Außerdem sollen bereits mehr als 2.600 Menschen festgenommen worden sein. Die Agentur beruft sich auf ein Netzwerk von Aktivisten direkt im Iran. Unabhängig überprüfen lassen sich diese Zahlen allerdings nicht.
Trump hat sich angesichts der anhaltenden Massenproteste erneut zu Wort gemeldet. Auf seiner Plattform Truth Social schrieb er: "Der Iran strebt nach FREIHEIT, vielleicht wie nie zuvor. Die USA sind bereit zu helfen!!!" Zusätzlich hat Trump einen Beitrag des republikanischen US-Senators Lindsey Graham geteilt. Graham warnte darin die iranische Führung: Ihre Brutalität gegen das eigene Volk werde nicht ohne Folgen bleiben.
In einem weiteren Posting wandte sich Graham direkt an die Menschen im Iran: "Euer langer Alptraum geht bald zu Ende." Er lobte den Mut und die Entschlossenheit der Demonstranten und wünschte allen, die sich für die Freiheit einsetzen, Gottes Beistand. "Hilfe ist unterwegs." Was genau damit gemeint ist, ließ Graham offen.
Bereits zuvor hatte Trump die iranische Führung davor gewarnt, Demonstranten zu töten. "Ich habe ihnen mitgeteilt, dass wir sie hart bestrafen werden, falls sie anfangen, Menschen zu töten, was sie während ihrer Unruhen, die ja häufig vorkommen, gerne tun", sagte er in einem Podcast. Die US-Regierung beobachte die Lage genau.
Trump hatte auch schon früher betont, dass die USA eingreifen würden, sollte der Iran friedliche Demonstranten töten. Diesmal spricht Trump aber nicht nur im Zusammenhang mit Gewalt von möglicher Hilfe.
Laut dem "Wall Street Journal" gab es in der US-Regierung erste Gespräche über einen möglichen Angriff auf den Iran. Sollte es notwendig werden, um Trumps Drohungen umzusetzen, wurden bereits verschiedene Ziele diskutiert – darunter groß angelegte Luftschläge gegen mehrere Militäranlagen im Iran.
Allerdings gibt es laut der Zeitung noch keine Einigung über das weitere Vorgehen. Auch seien bisher weder militärisches Gerät noch Personal in Richtung Iran verlegt worden.