Überraschende Wende rund um David Alaba! Am Montagabend (20.45 Uhr) gastiert Udinese Calcio beim FC Turin. Der 34-jährige ÖFB-Kapitän steht vor seinem ersten Einsatz für die "Bianconeri". Und wie italienische Medien berichten, soll der Österreicher sogar gleich in der Startelf stehen.
Dabei hatte Trainer Kosta Runjaic am Sonntag noch auf die Euphoriebremse gedrückt. Zwar sei Alaba körperlich bei 100 Prozent, nach rund drei Monaten ohne Pflichtspiel müsse man mit der Belastung aber vorsichtig umgehen. "Er trainiert zwar schon seit zwei Wochen mit uns, aber ein Spiel ist noch einmal etwas anderes", erklärte der Coach.
Deshalb deutete zunächst vieles auf einen Joker-Einsatz hin. Nun die Wende! Laut italienischen Medien soll Alaba gegen Torino direkt von Beginn an auf dem Platz stehen. Eine offizielle Bestätigung der Aufstellung steht allerdings noch aus.
Runjaic hatte den ÖFB-Star bei der Abschlusspressekonferenz mit Lob überschüttet. "Es wirkt, als wäre er schon viel länger bei Udinese. Ich muss sagen, dass David sofort einen starken Eindruck bei mir hinterlassen hat", wird der Trainer von "TuttoUdinese.it" zitiert.
Auch die Einstellung des Routiniers begeistert den Coach. "Er ist sehr diszipliniert. Der nächste Schritt ist nun, ihn auf dem Spielfeld zu sehen." Schon am Sonntag hatte Runjaic betont, dass Alaba ehrgeizige Ziele verfolge und keineswegs nach Italien gekommen sei, um seine Karriere gemütlich ausklingen zu lassen.
Klar ist auch, welche Rolle der 34-Jährige bei seinem neuen Klub übernehmen soll. Runjaic plant mit Alaba als Innenverteidiger. Der Österreicher könne sämtliche Positionen in einer Dreierkette bekleiden und soll der zuletzt anfälligen Defensive mehr Stabilität verleihen.
Ob Alaba tatsächlich von Beginn an aufläuft, zeigt sich spätestens bei Bekanntgabe der Aufstellungen. Für den ÖFB-Kapitän wäre es jedenfalls ein besonderer Abend: Nach seiner langen Pflichtspielpause könnte er bei seinem Udinese-Debüt sofort eine tragende Rolle übernehmen.