Innsbruck verzeichnet heuer deutlich mehr Infektionen mit Legionellen als im vergangenen Jahr. Stadt und Land Tirol haben deshalb bereits mehrere Maßnahmen eingeleitet. Nun wird untersucht, wo die Bakterien möglicherweise auftreten.
"Derzeit werden Erhebungen zu möglichen Infektionsquellen durchgeführt. Legionellen können überall auftreten, wo warmes Wasser über einen längeren Zeitraum steht oder vernebelt wird", wurde Bürgermeister Johannes Anzengruber (JA – Jetzt Innsbruck) in einer Aussendung zitiert.
In den vergangenen Wochen wurden laut Stadt bereits mögliche technische Quellen identifiziert. An diesen Stellen wurden Proben genommen, die derzeit analysiert werden. Anlagen, die als mögliche Infektionsquelle infrage kommen, werden außerdem bereits gereinigt.
"Anlagen, die theoretisch als Infektionsquellen infrage kommen, werden bereits als Sofortmaßnahme umfassend gereinigt", erklärte Ulrich Schweigmann, Leiter des Amts für Gesundheit, Markt- und Veterinärwesen.
Wichtig: Werden Legionellen über Trinkwasser verschluckt, besteht laut Stadt Innsbruck keine Gefahr. Die Bakterien werden von der Magensäure abgetötet. Problematisch können sie hingegen sein, wenn verunreinigtes Wasser vernebelt wird.
Die Stadt empfiehlt, Leitungen regelmäßig zu spülen. Nach längeren Pausen ohne Nutzung sollte heißes Wasser bei mindestens 60 Grad Celsius durch die Leitungen laufen.
Auch im Bereich von Pflegeheimen wurden bereits Schutzmaßnahmen für Bewohner ergriffen. Parallel dazu werden die entnommenen Proben weiter analysiert, um mögliche Infektionsquellen zu finden.