So etwas sieht man selbst in New York nicht jeden Tag: Mehr als 500 Menschen stellten sich am Freitag am Times Square an, um bei der Eröffnung eines neuen Aldi-Markts dabei zu sein. Schon Stunden vor dem offiziellen Start bildete sich vor dem Geschäft in der 42. Straße eine lange Warteschlange.
Der neue Markt ist der erste Aldi in Midtown Manhattan und zählt zu den wenigen Filialen der deutschen Diskontkette in New York City.
Viele Besucher wollten nicht wegen Gratisgeschenken kommen, sondern einfach den neuen Markt sehen. Kundin Barbara Porteus zeigte sich besonders vom großzügigen Platzangebot beeindruckt.
Die 71-Jährige bezeichnete sich selbst als klaustrophobisch und erklärte gegenüber der "New York Post", dass sie zunächst Bedenken wegen der unterirdischen Lage des Geschäfts gehabt habe. Umso überraschter sei sie gewesen, wie offen und geräumig die Filiale wirke.
Zur Eröffnung ließ Aldi nichts unversucht. Die ersten 200 Kunden erhielten Geschenktaschen mit Snacks, Olivenöl, Rindfleischsticks und weiteren Produkten.
Zusätzlich verteilt die Kette in den kommenden Tagen sogenannte Überraschungsboxen mit wechselnden Artikeln. Trotzdem betonten viele Besucher, dass nicht die Geschenke der Grund für ihr frühes Erscheinen gewesen seien.
Aldi genießt in den USA einen Ruf als günstige Alternative zu anderen Supermärkten. Gerade in Manhattan, wo Lebensmittel oft deutlich teurer sind als im Rest des Landes, hoffen viele Kunden auf niedrigere Preise.
Beliebt ist die Kette auch wegen ihres legendären "Aisle of Shame". So nennen Fans in sozialen Netzwerken jenen Gang, in dem laufend wechselnde Sonderartikel angeboten werden - von Gartengeräten bis zu Haushaltswaren.
Besonders begeistert zeigte sich Anrainer Tyre Washington, der nur wenige Häuserblocks entfernt wohnt.
"Das ist das Beste, was dieser Gegend je passiert ist", sagte er. Der langjährige Aldi-Fan schwärmte vor allem von der Kombination aus günstigen Preisen und guter Qualität. Sogar das Catering für die Hochzeit seines Sohnes habe er über Aldi organisiert.