"Er stimmt mir zu!"

Als Trump über Iran-Krieg spricht, wird Charles blass

Mitten beim Staatsdinner behauptet Donald Trump, der König stehe hinter seiner harten Linie gegen Iran. Der Buckingham-Palast tritt auf die Bremse.
Heute Entertainment
29.04.2026, 11:37
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Ein Satz sorgt für Aufsehen: Beim festlichen Staatsdinner im Weißen Haus bringt Donald Trump den britischen König plötzlich in eine heikle außenpolitische Debatte ein – und das ausgerechnet bei einem Anlass, der eigentlich für Diplomatie und Einigkeit stehen soll.

Während seines Toasts spricht Trump über den Konflikt im Nahen Osten – und behauptet dann:
"Charles stimmt mir sogar noch mehr zu als ich selbst: Wir werden niemals zulassen, dass dieser Gegner eine Atomwaffe bekommt."

Gemeint ist Iran. Doch genau hier beginnt das Problem.

Denn King Charles III hatte sich weder bei seiner Rede vor dem US-Kongress noch beim Dinner konkret zu Iran geäußert. Stattdessen sprach er allgemein von Spannungen im Nahen Osten und betonte die Bedeutung internationaler Zusammenarbeit.

König bleibt politisch neutral

Der britische Monarch hält sich traditionell strikt aus Tagespolitik heraus. Öffentliche Positionierungen zu konkreten Konflikten sind selten und werden, wenn überhaupt, sehr vorsichtig formuliert.

Umso brisanter wirkt Trumps Aussage, Charles unterstütze seine harte Linie gegen Teheran.

Der Buckingham-Palast reagiert prompt – und stellt klar: Der König sei sich der "langjährigen und bekannten Haltung seiner Regierung zur Verhinderung nuklearer Aufrüstung" bewusst.

Mit anderen Worten: Charles folgt der offiziellen Linie Londons und nicht persönlichen politischen Aussagen.

Spannungen zwischen USA und Großbritannien

Die Episode kommt zu einem heiklen Zeitpunkt. Die Beziehungen zwischen Washington und London gelten zuletzt als angespannt. Trump hatte die britische Regierung unter Keir Starmer mehrfach kritisiert und deren Kurs im Nahost-Konflikt als "enttäuschend" bezeichnet.

Auch strategische Fragen, etwa die Unterstützung für britische Interessen im Südatlantik – sorgen für Unruhe.

Umso mehr versucht Charles bei seinem Besuch, die Wogen zu glätten. In seiner Rede spricht er von einer "unverzichtbaren Allianz" und ruft dazu auf, die Beziehungen in einer "kritischen Zeit" zu erneuern.

Zwischen Charme und politischem Minenfeld

Der Abend selbst verläuft eigentlich harmonisch. Charles punktet mit Humor, überreicht Trump symbolträchtige Geschenke und betont die gemeinsame Geschichte beider Nationen.

Doch Trumps spontane Aussage zeigt, wie schnell ein diplomatischer Balanceakt ins Wanken geraten kann.

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