Nach nur einem Jahr

Ambitioniertes Steakhouse schlittert in bittere Pleite

Pleite nach nur rund einem Jahr! Das Restaurant "Maison Royale" in Hard (Vorarlberg) ist insolvent. 304.425 Euro Schulden stehen im Raum.
23.10.2026, 12:56
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Schlechte Nachrichten aus der Gastronomie in Vorarlberg! Das Restaurant "Maison Royale" in Hard (Bezirk Bregenz) ist insolvent. Über das Vermögen des Inhabers Rong Chen wurde am Freitag (23. Oktober) am Landesgericht Feldkirch ein Sanierungsverfahren mit Eigenverwaltung eröffnet.

Die Schulden belaufen sich auf mehr als 304.000 Euro. Betroffen sind insgesamt 22 Gläubiger. Trotz der finanziellen Schwierigkeiten soll das Lokal weitergeführt werden.

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Nach nur einem Jahr in die Insolvenz

Das Restaurant "Maison Royale" befindet sich in der Hofsteigstraße 179 in Hard. Betrieben wird es als nicht im Firmenbuch eingetragenes Einzelunternehmen von Rong Chen. Wie der Alpenländische Kreditorenverband (AKV) in einer aktuellen Pressemeldung mitteilt, nahm das Restaurant erst vor rund einem Jahr seinen Betrieb auf. Der Start verlief offenbar nicht wie erhofft.

Als Ursache für die finanziellen Schwierigkeiten wird angeführt, dass die Gästezahlen zu Beginn nicht ausgereicht hätten, um einen zufriedenstellenden Geschäftsverlauf zu ermöglichen. Schließlich schlitterte der Gastronomiebetrieb in die Insolvenz.

Mehr als 304.000 Euro Schulden

Laut den vorliegenden Unterlagen betragen die Gesamtverbindlichkeiten 304.425 Euro. Insgesamt sind 22 Gläubiger von der Insolvenz betroffen. Im Restaurant sind vier Dienstnehmer beschäftigt. Ein sofortiges Ende des Betriebs ist allerdings nicht vorgesehen. Stattdessen soll das Unternehmen fortgeführt und mithilfe eines Sanierungsplans finanziell wieder auf die Beine gestellt werden.

Das Gericht hat dafür ein Sanierungsverfahren mit Eigenverwaltung eröffnet. Damit kann der Inhaber den Betrieb unter den gesetzlichen Voraussetzungen und der Aufsicht eines Sanierungsverwalters grundsätzlich selbst weiterführen.

Gläubiger sollen 30 Prozent erhalten

Der vorgeschlagene Sanierungsplan sieht vor, dass die Gläubiger eine Quote von 30 Prozent ihrer anerkannten Forderungen erhalten. Die Zahlungen sollen innerhalb von zwei Jahren nach Annahme des Sanierungsplans erfolgen. Das dafür benötigte Geld möchte der Unternehmer aus der Fortführung des Restaurants erwirtschaften. Ob dieser Plan tatsächlich umgesetzt werden kann, steht allerdings noch nicht fest.

Der AKV kündigt an, die Realisierbarkeit des Angebots eingehend zu prüfen. Dabei soll auch untersucht werden, ob die angebotene Quote verbessert werden kann. Die vorgeschlagenen 30 Prozent entsprechen lediglich dem gesetzlichen Mindestangebot für ein Sanierungsverfahren mit Eigenverwaltung.

Diese Termine stehen jetzt an

Die erste Gläubigerversammlung ist für den 9. November 2026 angesetzt. Gläubiger können ihre Forderungen bis zum 28. Dezember 2026 anmelden. Am 11. Jänner 2027 folgt die Prüfungstagsatzung. Über den vorgeschlagenen Sanierungsplan soll schließlich bei der Tagsatzung am 25. Jänner 2027 verhandelt werden. Zum Sanierungsverwalter wurde Rechtsanwalt Mag. Matthias Kucera bestellt.

Für das Restaurant "Maison Royale" geht es nun darum, ausreichend Einnahmen zu erzielen, um den laufenden Betrieb aufrechtzuerhalten und die angebotene Quote zu finanzieren. Ob die Sanierung gelingt, ist derzeit noch offen.

red, 23.10.2026, 12:56