Solidaritätsaktion vor Finale

Anfeindungen! ESC-Fans zeigen Solidarität mit Israel

Boykott-Aufrufe am Songcontest: Nun reicht es vielen ESC-Fans – eine Solidaritätsaktion macht am Finaltag Stimmung für Noam Bettan aus Israel.
Thomas Peterthalner
15.05.2026, 12:05
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Mit einem Flashmob zeigten am Donnerstag (14.5.) rund 200 ESC-Fans, wie divers, bunt und friedvoll die israelische Songcontest-Community ist. Der Eurovision Songcontest soll Anfeindungen und Antisemitismus keinen Platz bieten. Immer mehr Fans stellen sich gegen den Hass, der Künstler Noam Bettan entgegenschlägt.

Friedliches Zeichen bei Stadthalle

Nun rufen zwei Wiener Initiativen während des ESC zu einer Solidaritätskundgebung für Israel und gegen Antisemitismus auf. Die Initiativen "Artists Against Antisemitism Wien" und das "Bündnis gegen Antisemitismus Wien" laden am ESC-Finaltag, 16. Mai, zu einer Kundgebung am Urban-Loritz-Platz nahe der Wiener Stadthalle.

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"Globale Intifada"

Die Veranstalter kritisieren dabei den "grassierenden antizionistischen Boykott-Wahnsinn" rund um israelische Künstler und Besucher beim ESC. Denn seit dem Terrorangriff vom 7. Oktober 2023 hat sich Antisemitismus weltweit massiv verschärft. In der Aussendung verweisen die Initiativen unter anderem auf Aufrufe zur sogenannten "globalen Intifada", Brandanschläge auf Synagogen, antisemitische Graffitis sowie Boykottkampagnen gegen israelische Künstler, Sportler und Akademiker.

"Hass widersprechen"

Auch der Eurovision Song Contest bleibt davon leider nicht verschont. "Antisemitismus ist enorm anpassungsfähig und findet heute seine stärkste Verbreitung in der Feindschaft gegenüber dem einzigen jüdischen Staat der Welt; wir müssen diesem Hass überall dort widersprechen, wo er auftritt – sei es in der Kunst, an der Universität oder auf der Straße", so Michael Hersch vom "Bündnis gegen Antisemitismus".

Zeichen gegen Antisemitismus

Die Organisatoren wollen mit der Aktion israelische und jüdische Gäste in Wien ausdrücklich willkommen heißen und ein starkes Zeichen gegen jede Form von Antisemitismus setzen. Im Rahmen der Kundgebung wird ein Leitfaden mit dem Titel "12 Punkte gegen Antisemitismus" präsentiert. Darin wird unter anderem dazu aufgerufen, soziale Medien kritisch zu hinterfragen, Betroffenen zuzuhören und antisemitische Vorfälle konsequent bei der Meldestelle der Israelitischen Kultusgemeinde (IKG) zu melden.

Samstag am Urban-Loritz-Platz

"Wir versprechen, weiterhin entschieden gegen jeden Antisemitismus Stellung zu beziehen, genau wie wir es bei Rassismus, Sexismus und anderen Diskriminierungen tun", betonen die Organisatoren. "Wegsehen ist keine Option mehr."  Die Initiativen wollen ein sichtbares Zeichen gegen Hass und Ausgrenzung setzen. Die Kundgebung findet am 16. Mai von 14 bis 21 Uhr am Urban-Loritz-Platz bei der U6-Station Burggasse/Stadthalle in Wien-Neubau statt.

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