In der Oststeiermark kämpft man wegen anhaltender Hitze und Trockenheit um die Wasserversorgung. Der Wasserverband Feistritztal ruft die Bevölkerung in einem Schreiben an die Gemeinden deshalb eindringlich zum Wassersparen auf - das berichtet die Kleine Zeitung.
Obmann Herbert Pillhofer betont: "Die Lage ist ziemlich angespannt." Ohne die Transportleitung Oststeiermark könne die Wasserversorgung der Einwohner gar nicht mehr gewährleistet werden. "Wenn jetzt an diesem Wochenende wieder nichts kommt, wird es noch problematischer", sorgt sich Pillhofer.
Hochbehälter, die es zur Absicherung auf der Transportleitung gibt, könne man derzeit nicht mehr auffüllen - weil der Wasserverbrauch auch in der Nacht hoch ist.
Für Obmann Pillhofer ist klar: Jeder muss seinen Beitrag zu einem ressourcenschonenden Umgang mit Wasser leisten. Für Privathaushalte heißt das: Das Befüllen von Pools, die Bewässerung von Rasenflächen und Gärten, sowie eine Autowäsche ist derzeit zu vermeiden. Darüber hinaus solle man laut Pillhofer "nicht dreimal am Tag duschen gehen".
Besonders über Poolbesitzer ärgert sich der Obmann des Wasserverbands regelmäßig - etwa wegen Berichten, dass Trinkwasser zur Kühlung des Pool-Wassers verwendet werde. "Solche Dinge sind eine Katastrophe", wird Pillhofer deutlich.
Wie die Kleine Zeitung berichtet, nimmt Pillhofer aber nicht nur Privathaushalte, sondern auch die Bauern in die Pflicht - diese würden nämlich besonders große Mengen Wasser verbrauchen. Maßnahmen wie das Arbeiten mit "Bodenfeuchtigkeitsmessgeräten" - zur Bestimmung des Wasserbedarfs - sollen wassersparend wirken.
Aber auch drastischere Maßnahmen stehen im Raum: So wird es direkte Wasseranschlüsse, wie sie derzeit in der Landwirtschaft häufig vorkommen, in Zukunft wohl nicht mehr geben. Stattdessen soll auf "Vorlagebehälter" zurückgegriffen werden, in welche die Bauern vorab einspeichern - zur besseren Planung des Wasserbedarfs.
"Es hat nicht jeder automatisch einen Rechtsanspruch, dass er Wasser bekommt", findet Pillhofer deutliche Worte. Und betont: "Der Klimawandel und die Veränderungen sind da."