Die anhaltende Trockenheit in Österreich hat dazu geführt, dass ein Großteil der Grundwasserpegel mittlerweile auf einem Tiefstand angelangt sind. Eine Besserung der Situation ist einstweilen nicht in Sicht. Die Landwirtschaft klagt bereits über Ernteausfälle.
Die Grünen schlagen daher Alarm: "Angesichts dieser Tatsache ist die anhaltende Untätigkeit der Bundesregierung brandgefährlich. Wir müssen jetzt konsequent in ein grünes Sicherheitsnetz investieren, um unser Wasser dauerhaft zu schützen" , sagt Umweltsprecher Lukas Hammer.
Die Partei legt dazu auch ein umfassendes Fünf-Punkte-Programm vor.
Der erste Punkt beinhaltet ein transparentes Wasserentnahme-Register: In diesem sollen die tatsächlichen Entnahmen durch industrielle und landwirtschaftliche Großverbraucher erfasst werden – und zwar lückenlos: "Man kann nur managen, was man misst", so Hammer.
Ebenfalls auf der grünen Agenda: ein entschädigungsloser Vorrang für Trinkwasser. Das heißt: Die Trinkwasserversorgung der Bevölkerung muss im Krisenfall gesetzliche Priorität vor kommerziellen Interessen oder "privaten Luxusnutzungen" – wie etwa der Befüllung von Swimmingpools – haben. Steuerzahler dürften für allfällige finanzielle Entschädigungen nicht zur Kasse gebeten werden.
Ein wichtiger Punkt im Programm ist ein Stopp der Flächenversiegelung. So fordern die Grünen, dass der Bodenverbrauch auf maximal 2,5 Hektar pro Tag begrenzt wird, damit Böden Regenwasser aufnehmen und das Grundwasser speisen können.
Nicht fehlen darf auch die Forderung nach einer Fluss-Renaturierung. So sollen naturnahe Flusslandschaften wiederhergestellt werden, um den Abfluss zu verlangsamen und Dürren abzumildern.
Der fünfte und letzte Punkt betrifft die Wasser-Kreislaufwirtschaft. Demnach sollen Großverbraucher zur Schonung der Trinkwasserreserven schrittweise auf Regen- und Nutzwasser umgestellt werden.
Hammer: "Wir müssen heute auf unser Wasser aufpassen, damit wir es morgen noch haben. Jeder Tag des Zögerns und der PR-Inszenierungen auf Kosten echter Reformen gefährdet die Wassersicherheit künftiger Generationen."
Die Grünen haben im Nationalrat einen entsprechenden Entschließungsantrag eingebracht. Damit soll der Druck auf den zuständigen Umweltminister Norbert Totschnig (ÖVP) erhöht werden.