Zwischen Lichterglanz, gebrannten Mandeln und dem Duft von heißen Maroni trifft "Heute"-Redakteurin Romina Colerus für das neue Format "Punsch und Maroni mit ..." auf diverse Promis. Es wird über Weihnachten, Bräuche und das vergangene Jahr geplaudert.
Den Anfang macht Ö3-Wecker-Neuzugang Anna Kratki (31). Schauplatz: der Christkindlmarkt vor dem Schloss Schönbrunn. Kitschiger geht’s kaum, perfekter aber auch nicht. "Punsch darf nicht fehlen und Maroni auch nicht", lacht Kratki gleich zu Beginn. Selbst machen kann sie die daheim übrigens nicht. "Bei mir geht die Schale nie g’scheit runter. Die Oma konnte das, ich nicht." Also wird gekauft, wie bei vielen von uns.
Aufgewachsen ist die Moderatorin in Oberösterreich, dort wurde im Advent eine ganz besondere Familientradition gepflegt – das "Adventieren". Jeden Sonntag kam die Großfamilie zusammen: Eltern, Bruder, Großeltern, Tanten, Onkel, Cousinen. Dann wurde gemeinsam musiziert und gesungen. "Mein Opa hat Gitarre gespielt, ich zuerst nur die Triangel. Und meine Tante Helga hat uns Blockflöte beigebracht." Lachanfälle inklusive, was Tante Helga weniger lustig fand. Getauft wurde diese Tradition "Adventieren".
Seit Anna und ihr Mann Alexander Kratki Eltern der kleinen Sophie (15 Monate) sind, muss Weihnachten neu organisiert werden. Früher feierten beide getrennt bei ihren Familien. Das ist nun Geschichte. Jetzt wird zuerst in Wien mit seiner Familie gefeiert, am 25. Dezember geht es dann weiter nach Oberösterreich zu Annas Familie.
Das Thema Christbaum sorgt allerdings für Diskussionen. "Ich kenne es so, dass das Christkind den Baum bringt und der Vorhang aufgeht", erzählt Anna. "Aber eigentlich sieht man ihn dann nur einen Abend. Vielleicht stellen wir ihn heuer schon früher auf, nur mit Lichterkette. Wir überlegen noch." Weil alles immer teurer wird, hat Annas Familie eine neue Regel: Wichteln! "Jeder bekommt nur ein Geschenk, dafür ein größeres und durchdachteres. Ich finde die Idee total schön."
Wenn sie auf das Jahr zurückblickt, dann kann sie es eigentlich noch immer nicht ganz fassen, was passiert ist. 2025 war für Anna ein Ausnahmejahr. Der Anruf von Ö3 kam überraschend und überrollte sie nahezu: "Ich hab mir gedacht: Passiert das gerade wirklich? Ich arbeite jetzt mit Menschen zusammen, die immer meine Vorbilder waren!"
„Kann ich mir das zumuten? Kann ich das meiner Tochter zumuten?“Anna KratkiFragen, die sie sich gestellt hat
Der Wechsel von "Radio Energy" zu Ö3 war aber nicht leicht. Besonders, weil sie dort mit Co-Moderator David eng zusammenarbeitete. "Es war wie eine Beziehung, die man beendet." Dazu kam der typische Mama-Struggle: "Kann ich mir das zumuten? Kann ich das meiner Tochter zumuten? Habe ich genug Zeit daheim?" Doch sie tat es und ist heute sicher: "Man bereut nur, was man nicht probiert."
Mit zwei berufstätigen Eltern ist Organisation alles. Jede Woche wird durchgeplant: Wer holt Sophie? Wer arbeitet wann? Unterstützung gibt’s zum Glück genug. "Omis und Opis helfen voll mit. Meine Mama kommt sogar spontan aus Oberösterreich."